9.

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Friedrich Hölderlin: 9. (1826)

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So will ich, ihr Himmlischen! denn euch danken
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und endlich
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Athmet aus leichter Brust, wieder des Sängers
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Gebet.
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Und wie, wenn ich mit ihr, auf sonniger Höhe
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mit ihr stand,
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Spricht belebend ein Gott innen im Tempel
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mich an.
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Leben will ich denn auch! schon grünt's! wie von
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heiliger Leier
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Ruft es von silbernen Bergen Appollons voran!
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Komm! es war wie ein Traum! Die blutenden
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Fittige sind ja
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Schon genesen, verjüngt leben die Hoffnungen all!
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Großes zu finden, ist viel, ist viel noch übrig, und
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wer so
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Liebte, gehet, er muß, gehet zu Göttern die
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Bahn.
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Und geleitet ihr uns, ihr Weihestunden! ihr ernsten,
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Jugendlichen! o bleibt, heilige Ahnungen, ihr,
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Fromme Bitten, und ihr, Begeisterungen, und
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all ihr
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Guten Genien, die gerne bei Liebenden sind,
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Bleibt so lange mit uns, bis wir mit gemeinsamem
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Boden,
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Dort, wo die Seligen all niederzukehren bereit,
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Dort, wo die Adler sind, die Gestirne, die Boten
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des Vaters,
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Dort, wo die Musen, woher Helden und Lie-
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bende sind,
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Dort uns, oder auch hier, auf thauender Insel
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begegnen,
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Wo die Unsrigen erst, blühend in Gärten gesellt,
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Wo die Gesänge wahr, und länger die Frühlinge
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schön sind,
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Und von neuem ein Jahr unserer Sele beginnt!

(Hölderlin, Friedrich: Gedichte. Stuttgart u. a., 1826.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Friedrich Hölderlin
(17701843)

* 20.03.1770 in Lauffen am Neckar, † 07.06.1843 in Tübingen

männlich, geb. Q114498136

deutscher Lyriker (1770-1843)

(Aus: Wikidata.org)

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