Eine holde süße Kranke

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August Wilhelm Schlegel: Eine holde süße Kranke Titel entspricht 1. Vers(1805)

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Eine holde süße Kranke
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Ist mein stätiger Gedanke.

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Milde Sonne, laß dich schauen!
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Haltet inne, rauhe Lüfte!
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Gieße deine Balsamdüfte,
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Frühling, auf Toscanas Auen.
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Grüne Lauben will ich bauen,
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Daß sie nicht im Sturme wanke,
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Diese Blume, diese Kranke.

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Ach, es wechselt auf den Wangen
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Liljenbläß' und Glut der Rosen.
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Wag' ich's, ihnen liebzukosen,
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Unter Ahnden, unter Bangen?
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Darf sich schmiegen mein Verlangen,
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Innig, wie des Epheu's Ranke,
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Um die lieblich blüh'nde Kranke?

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Deine Stimme flüstert leise,
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Dem Gesange sonst vertraut;
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Aber Eines Wortes Laut
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Haucht sie doch in Flöten-Weise.
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Dieses Wort, des Kraft ich preise
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Vor der Götter Nektartranke,
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Liebe heißt es, liebe Kranke.

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Aus der Wimpern Schatten strahlen
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Laß mir deine dunkeln Augen;
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Laß von deinen Lippen saugen
27
Bange Wonn' und süße Qualen.
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Einmal noch! zu tausendmalen!
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Bis ich bebe, bis ich schwanke,
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Und im Sehnen selbst erkranke.

31
Unbeklommen wird sich heben
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Bald die liebevolle Brust,
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Fühlt sie nur ein Theil der Lust,
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Die sie kann in Fülle geben.
35
Alles Heil soll dich umschweben,
36
Der ich neues Dasein danke,
37
Nina, meine holde Kranke!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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August Wilhelm Schlegel
(17671845)

* 08.09.1767 in Hannover, † 12.05.1845 in Bonn

männlich, geb. Schlegel

deutscher Literaturhistoriker, Übersetzer, Schriftsteller, Indologe und Philosoph

(Aus: Wikidata.org)

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