Und schmacht' ich so mit allen meinen Sinnen

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August Wilhelm Schlegel: Und schmacht' ich so mit allen meinen Sinnen Titel entspricht 1. Vers(1791)

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Und schmacht' ich so mit allen meinen Sinnen
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Nach deinem süßen, labungsvollen Kuß,
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Und kann nicht Einen Blick von dir gewinnen,
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Nicht Einen Hauch, nicht Einen leisen Gruß –
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O Traute, welch unseliges Beginnen,
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Daß ich von dir mich selbst verbannen muß?
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So glühend jung, du Göttin meiner Freuden,
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Soll ich vom Sonnenblick der Liebe scheiden?

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Soll einsam nun auf fernen, öden Fluren –
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Doch nein! auch hier ist Gottes freie Welt;
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Kein Raum begränzt die himmlischen Azuren:
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Ich ruh' auch hier umwölbt vom Sternenzelt.
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Die Pflegerin der irdischen Naturen,
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Die alles Dasein schafft und trägt und hält,
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Seh' ich sie nicht ringsum die Wesen laben?
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Versagt sie mir auf ewig ihre Gaben?

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Getrost! ich hab' aus ihrer ew'gen Fülle
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An deinem Busen Labung eingesaugt.
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Dein gütevoller unbegränzter Wille
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Hat in ein Meer von Wonne mich getaucht;
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Muthwill'ge Schönheit in der Unschuld Hülle
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Hat flüsternd mir Gewährung zugehaucht,
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Hat schüchtern sich mit holdem Widerstreben
24
Der glühenden Umarmung hingegeben.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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August Wilhelm Schlegel
(17671845)

* 08.09.1767 in Hannover, † 12.05.1845 in Bonn

männlich, geb. Schlegel

deutscher Literaturhistoriker, Übersetzer, Schriftsteller, Indologe und Philosoph

(Aus: Wikidata.org)

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