Erstes Kapitel

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Wilhelm Busch: Erstes Kapitel (1870)

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Eine Pfeife in dem Munde,
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Unterm Arm zwei junge Hunde
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Trug der alte Kaspar Schlich. –
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Rauchen kann er fürchterlich.
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Doch, obschon die Pfeife glüht,
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Oh, wie kalt ist sein Gemüt! –
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»wozu« – lauten seine Worte –
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»wozu nützt mir diese Sorte?
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Macht sie mir vielleicht Pläsier?
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Einfach nein! erwidr' ich mir.
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Wenn mir aber was nicht lieb,
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Weg damit! ist mein Prinzip.«

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An dem Teiche steht er still,
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Weil er sie ertränken will.
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Ängstlich strampeln beide kleinen
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Quadrupeden mit den Beinen;
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Denn die innre Stimme spricht:
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Der Geschichte trau ich nicht! –

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Hubs! fliegt einer schon im Bogen.
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Plisch! – da glitscht er in die Wogen.

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Hubs! der zweite hinterher.
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Plum! damit verschwindet er.

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»abgemacht!« rief Kaspar Schlich,
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Dampfte und entfernte sich.
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Aber hier, wie überhaupt,
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Kommt es anders, als man glaubt.
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Paul und Peter, welche grade
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Sich entblößt zu einem Bade,
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Gaben still verborgen acht,
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Was der böse Schlich gemacht.

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Hurtig und den Fröschen gleich
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Hupfen beide in den Teich.

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Jeder bringt in seiner Hand
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Einen kleinen Hund ans Land.

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»pilsen« – rief Paul – »so nenn ich meinen.«
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Plum – so nannte Peter seinen.

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Und so tragen Paul und Peter
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Ihre beiden kleinen Köter
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Eilig, doch mit aller Schonung,
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Hin zur elterlichen Wohnung.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Wilhelm Busch
(18321908)

* 15.04.1832 in Wiedensahl, † 09.01.1908 in Mechtshausen

männlich, geb. Busch

deutscher Verfasser von satirischen in Verse gefassten Bildergeschichten (1832-1908)

(Aus: Wikidata.org)

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