Die ängstliche Nacht

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Wilhelm Busch: Die ängstliche Nacht (1870)

1
Heut bleibt der Herr mal wieder lang.
2
Still wartet sein Amöblemang.

3
Da kommt er endlich angestoppelt.
4
Die Möbel haben sich verdoppelt.

5
Was wär denn dieses hier? Ei ei!
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Aus einem Beine werden zwei.

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Der Kleiderhalter, sonst so nütze,
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Zeigt sich als unbestimmte Stütze.

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Oha! Jetzt wird ihm aber schwach.
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Die Willenskräfte lassen nach.

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Er sucht auf seiner Lagerstatt
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Die Ruhe, die er nötig hat.

13
Auweh! der Fuß ist sehr bedrückt;
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Ein harter Käfer beißt und zwickt.

15
Der Käfer zwickt, der Käfer kneift;
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Mit Mühe wird er abgestreift.

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Jedoch die Ruhe währt nicht lange;
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Schon wieder zwickt die harte Zange.

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Er dreht sich um, so schnell er kann;
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Da stößt ihn wer von hinten an.

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Habuh! Da ist er! Steif und kalt;
22
Ein Kerl von scheußlicher Gestalt.

23
Ha, drauf und dran! Du oder ich!
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Jetzt heißt es, Alter, wehre dich!

25
Heiß tobt der Kampf, hoch saust das Bein;
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Es mischt sich noch ein Dritter drein.

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Doch siehe da, der Feind erliegt.
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Der Kampf ist aus, er hat gesiegt.

29
Gottlob, so kommt er endlich nun
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Doch mal dazu, sich auszuruhn.

31
Doch nein, ihm ist so dumpf und bang;
32
Die Nase wird erstaunlich lang.

33
Und dick und dicker schwillt der Kopf;
34
Er ist von Blech, er wird zum Topf;

35
Wobei ein Teufel voller List
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Als Musikus beschäftigt ist.

37
Wie er erwacht, das sieht man hier:
38
Ein jedes Haar ein Pfropfenziehr.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Wilhelm Busch
(18321908)

* 15.04.1832 in Wiedensahl, † 09.01.1908 in Mechtshausen

männlich, geb. Busch

deutscher Verfasser von satirischen in Verse gefassten Bildergeschichten (1832-1908)

(Aus: Wikidata.org)

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