Das Bad am Samstagabend

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Wilhelm Busch: Das Bad am Samstagabend (1870)

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Hier sieht man Bruder Franz und Fritzen
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Zu zweit in einer Wanne sitzen.

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Die alte Lene geht; – und gleich
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Da treibt man lauter dummes Zeug.

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Denn Reinlichkeit ist für die zwei
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Am Ende doch nur Spielerei. –

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Jetzt will der Fritz beim Untertauchen
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Nur seinen einen Finger brauchen.

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Natürlich läuft ihm was ins Ohr,
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Dem Franz kommt dieses lustig vor.

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Das ärgert aber Bruder Fritzen,
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Drum fängt er an den Franz zu spritzen.

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Doch der mit seiner großen Zehe
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Tut Fritzen an der Nase wehe;

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Dafür taucht Fritz den Kopf ihm nieder,
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Was so im Wasser sehr zuwider.

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Franz aber zieht an Fritzens Bein;
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Der zappelt sehr und kann nicht schrein.

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In Mund und Auge, zornentbrannt,
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Greift jetzt die rachbegier'ge Hand.

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Die Wanne wird zu enge
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Für dieses Kampfgedränge.

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Perdatsch!! – Die alte, brave Lene
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Kommt leider grad zu dieser Szene.

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Sie spricht voll Würde und voll Schmerz:
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»die Reinlichkeit ist nicht zum Scherz!!«

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Und die Moral von der Geschicht':
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Bad« zwei in einer Wanne nicht!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Wilhelm Busch
(18321908)

* 15.04.1832 in Wiedensahl, † 09.01.1908 in Mechtshausen

männlich, geb. Busch

deutscher Verfasser von satirischen in Verse gefassten Bildergeschichten (1832-1908)

(Aus: Wikidata.org)

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