Hänsel und Gretel

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Wilhelm Busch: Hänsel und Gretel (1870)

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»ihr Kinder«, spricht das Mütterlein,
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»geht ja nicht in den Wald hinein!«

3
Ja, prosit! wenn der Has' nicht wär!
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Gleich müssen sie dahinter her.

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Nicht lange, eh man's sich versah,
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Steht schon die Kinderfalle da.

7
Die böse Hexe schreit: »Nanu!«
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Perdatsch! da fällt die Falle zu.

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Und Hans und Gretel, ach, o Graus!
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Schleppt man bis in das Hexenhaus.

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Die Hexe macht das Feuer an,
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Daß sie die Kinder kochen kann.

13
Am Tisch der dicke Bösewicht,
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Der paßt schon auf sein Leibgericht.

15
Doch Hänsel faßt die Hex am Bein,
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Plums! fällt sie in den Topf hinein.

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Die Hexe kriegte ihren Lohn,
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Tot hängt sie an der Gabel schon.

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Der Menschenfresser, zornentbrannt,
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Kommt mit dem Messer angerannt.

21
Im Kasten will er sie ertappen,
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Der Kasten aber hat zwei Klappen.

23
O weh! Das hat er nicht bedacht,
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Nun wird der Käfig zugemacht.

25
Der Dicke wird gerollt – und plumpf!
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Schmeißt man ihn in den tiefen Sumpf.

27
Jetzt gehn die zwei zum Wald hinaus,
28
Die Mutter schaut schon aus dem Haus;

29
Sie winkt und läßt die Rute sehn:
30
Na, gute Nacht! da dank ich schön!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Wilhelm Busch
(18321908)

* 15.04.1832 in Wiedensahl, † 09.01.1908 in Mechtshausen

männlich, geb. Busch

deutscher Verfasser von satirischen in Verse gefassten Bildergeschichten (1832-1908)

(Aus: Wikidata.org)

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