Surre, surre, surre!

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Wilhelm Busch: Surre, surre, surre! Titel entspricht 1. Vers(1870)

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Surre, surre, surre!
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Mein gutes Rädchen schnurre!
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Für unser kleines Kätchen
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Dreh mir ein feines Fädchen,
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So lang von hier bis Köllen
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Wohl mehr als tausend Ellen.
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Wir wollen es winden
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Und Docken von binden,

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Meister Weber es geben,
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Soll Leinen uns weben,
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Das breiten wir beide
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Auf blumige Heide,
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Auf Anger und Wiesen
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Und wollen es sonnen,
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Benetzen und gießen
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Aus Bächen und Bronnen.

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Ach, komm du lieber Sonnenschein
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Und bleiche unser Leinen rein.
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Dann kriegt mein Herzenstäubchen
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Wohl manch ein feines Hemd
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Und Tüchlein oder Häubchen,
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Bis daß der Freier kömmt.

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Schön guten Tag, Herr Freiersmann!
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Was schaut er so mein Kätchen an?
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Das Kätchen geben wir nicht her,
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Und wenn's für tausend Taler wär.

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Ei, Mutter, nur nicht gleich geschmält!
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Den hübschen jungen Knaben,
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Den will und muß ich haben;
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Den Krauskopf, den Krauskopf
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Hab ich mir auserwählt.

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Und willst du denn ein Bräutchen sein,
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So geb ich meinen Segen drein.
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So manches Blümlein wachsen mag
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Von Ostern bis Michelistag,
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So manches Körnlein, als man sät,
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So mancher Halm in Ähren steht,
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So vielmal Gutes wünsch ich dir
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Aus meines Herzens Grund herfür.

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Und wenn die Pfeifen klingen,
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Dann tanzen wir und springen;
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Dann spring ich wohl und tanz ich
43
Von Danzig bis nach Nanzig –
44
Knipp, knapp!
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Da reißt mein Faden ab!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Wilhelm Busch
(18321908)

* 15.04.1832 in Wiedensahl, † 09.01.1908 in Mechtshausen

männlich, geb. Busch

deutscher Verfasser von satirischen in Verse gefassten Bildergeschichten (1832-1908)

(Aus: Wikidata.org)

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