In der Laube von Syringen

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Wilhelm Busch: In der Laube von Syringen Titel entspricht 1. Vers(1870)

1
In der Laube von Syringen,
2
Oh, wie ist der Abend fein.
3
Brüder, laßt die Gläser klingen,
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Angefüllt mit Maienwein.

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Heija, der frische Mai
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Er bringt uns mancherlei.
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Das Schönste aber hier auf Erden
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Ist lieben und geliebt zu werden,
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Heija, im frischen Mai.

10
Über uns die lieben Sterne
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Blinken hell und frohgemut,
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Denn sie sehen schon von ferne,
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Auch hier unten geht es gut.

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Wer sich jetzt bei trüber Kerzen
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Der Gelehrsamkeit befleißt,
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Diesem wünschen wir von Herzen,
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Daß er bald Professor heißt.

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Wer als Wein- und
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Weiberhasser
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Jedermann im Wege steht,
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Der genieße Brot und Wasser,
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Bis er endlich in sich geht.

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Wem vielleicht sein altes Hannchen
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Irgendwie abhanden kam,
25
Nur getrost, es gab schon manchen,
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Der ein neues Hannchen nahm.

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Also, eh der Mai zu Ende,
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Aufgeschaut und umgeblickt,
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Keiner, der nicht eine fände,
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Die ihn an ihr Herze drückt.

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Jahre steigen auf und nieder;
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Aber, wenn der Lenz erblüht,
33
Dann, ihr Brüder, immer wieder
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Töne unser Jubellied.

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Heija, der frische Mai,
36
Er bringt uns mancherlei,
37
Das Schönste aber hier auf Erden
38
Ist lieben und geliebt zu werden,
39
Heija, im frischen Mai.

(Haider, Thomas: Deutsches Lyrik Korpus (DLK) v5.0, 2022. Ursprünglich von Editura GmbH & Co. KG (Digitale Bibliothek) digitalisiert, vom TextGrid-Verbund erworben und angereichert; als DLK-Ausgabe bearbeitet und kuratiert. Lizenz: Verbreitet unter der Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International Lizenz (CC BY-SA 4.0). Änderungen: Textkorrekturen, Anreicherung mit Metadaten und Textannotationen sowie Konvertierung durch Textopus.)

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Wilhelm Busch
(18321908)

* 15.04.1832 in Wiedensahl, † 09.01.1908 in Mechtshausen

männlich, geb. Busch

deutscher Verfasser von satirischen in Verse gefassten Bildergeschichten (1832-1908)

(Aus: Wikidata.org)

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