Wer einsam ist, der hat es gut

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Wilhelm Busch: Wer einsam ist, der hat es gut Titel entspricht 1. Vers(1870)

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Wer einsam ist, der hat es gut,
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Weil keiner da, der ihm was tut.
3
Ihn stört in seinem Lustrevier
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Kein Tier, kein Mensch und kein Klavier,
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Und niemand gibt ihm weise Lehren,
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Die gut gemeint und bös zu hören.
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Der Welt entronnen, geht er still
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In Filzpantoffeln, wann er will.
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Sogar im Schlafrock wandelt er
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Bequem den ganzen Tag umher.
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Er kennt kein weibliches Verbot,
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Drum raucht und dampft er wie ein Schlot.
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Geschützt vor fremden Späherblicken,
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Kann er sich selbst die Hose flicken.
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Liebt er Musik, so darf er flöten,
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Um angenehm die Zeit zu töten,
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Und laut und kräftig darf er prusten,
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Und ohne Rücksicht darf er husten,
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Und allgemach vergißt man seiner.
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Nur allerhöchstens fragt mal einer:
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Was, lebt er noch? Ei, Schwerenot,
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Ich dachte längst, er wäre tot.
23
Kurz, abgesehn vom Steuerzahlen,
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Läßt sich das Glück nicht schöner malen.
25
Worauf denn auch der Satz beruht:
26
Wer einsam ist, der hat es gut.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Wilhelm Busch
(18321908)

* 15.04.1832 in Wiedensahl, † 09.01.1908 in Mechtshausen

männlich, geb. Busch

deutscher Verfasser von satirischen in Verse gefassten Bildergeschichten (1832-1908)

(Aus: Wikidata.org)

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