Die Mutter plagte ein Gedanke

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Wilhelm Busch: Die Mutter plagte ein Gedanke Titel entspricht 1. Vers(1870)

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Die Mutter plagte ein Gedanke.
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Sie kramt im alten Kleiderschranke,
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Wo kurz und lang, obschon gedrängt,
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Doch friedlich beieinander hängt.
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Auf einmal ruft sie: Ei, sieh da,
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Der Schwalbenschwanz, da ist er ja!
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Den blauen, längst nicht mehr benützten,
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Den hinten zwiefach zugespitzten,
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Mit blanken Knöpfen schön geschmückt,
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Der einst so manches Herz berückt,
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Ihn trägt sie klug und überlegt
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Dahin, wo sie zu schneidern pflegt
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Und trennt und wendet, näht und mißt,
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Bis daß das Werk vollendet ist.
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Auf die Art aus des Vaters Fracke
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Kriegt Fritzchen eine neue Jacke.
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Grad so behilft sich der Poet.
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Du liebe Zeit, was soll er machen?
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Gebraucht sind die Gedankensachen
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Schon alle, seit die Welt besteht.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Wilhelm Busch
(18321908)

* 15.04.1832 in Wiedensahl, † 09.01.1908 in Mechtshausen

männlich, geb. Busch

deutscher Verfasser von satirischen in Verse gefassten Bildergeschichten (1832-1908)

(Aus: Wikidata.org)

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