Des morgens früh, sobald ich mir

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Wilhelm Busch: Des morgens früh, sobald ich mir Titel entspricht 1. Vers(1870)

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Des morgens früh, sobald ich mir
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Mein Pfeifchen angezündet,
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Geh ich hinaus zur Hintertür,
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Die in den Garten mündet.

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Besonders gern betracht ich dann
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Die Rosen, die so niedlich;
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Die Blattlaus sitzt und saugt daran
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So grün, so still, so friedlich.

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Und doch wird sie, so still sie ist,
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Der Grausamkeit zur Beute;
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Der Schwebefliegen Larve frißt
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Sie auf bis auf die Häute.

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Schluppwespchen flink und klimperklein,
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So sehr die Laus sich sträube,
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Sie legen doch ihr Ei hinein
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Noch bei lebend'gem Leibe.

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Sie aber sorgt nicht nur mit Fleiß
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Durch Eier für Vermehrung;
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Sie kriegt auch Junge hundertweis
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Als weitere Bescherung.

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Sie nährt sich an dem jungen Schaft
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Der Rosen, eh sie welken;
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Ameisen kommen, ihr den Saft
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Sanft streichelnd abzumelken.

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So seh ich in Betriebsamkeit
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Das hübsche Ungeziefer
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Und rauche während dieser Zeit
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Mein Pfeifchen tief und tiefer.

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Daß keine Rose ohne Dorn,
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Bringt mich nicht aus dem Häuschen.
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Auch sag ich ohne jeden Zorn:
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Kein Röslein ohne Läuschen!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Wilhelm Busch
(18321908)

* 15.04.1832 in Wiedensahl, † 09.01.1908 in Mechtshausen

männlich, geb. Busch

deutscher Verfasser von satirischen in Verse gefassten Bildergeschichten (1832-1908)

(Aus: Wikidata.org)

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