Laßt mich schwärmen und quälet mich nicht; im Lande der Fabel

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Wilhelm Waiblinger: Laßt mich schwärmen und quälet mich nicht; im Lande der Fabel Titel entspricht 1. Vers(1817)

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Laßt mich schwärmen und quälet mich nicht; im Lande der Fabel
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Leb' ich, so sei auch mein Herz, sei auch mein Lied ihr geweiht.
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Bleibt in den Fesseln und glaubt was euch die Amme gelehret;
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Anderes aber bewegt mir den entbundenen Geist.
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Dieser Boden, er trug der Offenbarungen jede;
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Jupiter, Mahom und Christ glaubt' und verehrte man hier.
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Drum verarget mir nicht, wenn mir der Tempel Girgentis
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Mehr als der maurische Dom Opfer und Andacht verdient;
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Wenn dein uranisches Wundergebild, Syrakus, wenn die Göttin
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Mehr als das heilige Holz heute dem Auge gefällt.
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Dir gestatt' ich dafür, daß du deutschthümlicher Salbung
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Lebest für gothische Kunst, gothischen Glaubens erstirbst.
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Erst ein Jude, dann Christ, erst Protestant, dann katholisch,
14
Wahrlich ein Heiland, doch erst will ich am Kreuze dich sehn.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Wilhelm Waiblinger
(18041830)

* 21.11.1804 in Heilbronn, † 17.01.1830 in Rom

männlich, geb. Waiblinger

| Lungenentzündung

deutscher Dichter und Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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