6.

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Wilhelm Waiblinger: 6. (1817)

1
Wer hätte je so schwesterlich verbunden
2
Die Kraft der ungesell'gen Elemente
3
In einem einz'gen schönen Stern gefunden?

4
Verklärt schien mir in seinem Glanz die Erde,
5
Das Irdische verewigt und vergeistigt,
6
Ich wähnte, daß es nie vergehen werde.

7
Des ganzen Himmels Schöne lacht' in blauen,
8
In offnen, undurchdringlich hellen Tiefen,
9
Nie konnt' ich bis zu ihrem Grunde schauen.

10
Sein Licht, es galt mir mehr als Mond und Sonne,
11
Den Frühling bringen sie, mir brachte jenes
12
Die keuschen Rosen erster Liebeswonne.

13
Ach denk' ich gar der süßen, heißen Fluthen,
14
Womit der Schmerz, die Wehmuth es gefeuchtet,
15
Fängt mir's im tiefsten Herzen an zu bluten.

16
Genügt dir Eines schon, der Stürme Wehen,
17
Die Macht des Meers, der Flammen und der Erde,
18
Nur Eins, im Elemente zu vergehen,

19
Dann darf der Sterbliche fürwahr nicht klagen,
20
Der einst sie alle seelenvoll zerflossen
21
In eines Auges feuchtem Licht ertragen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Wilhelm Waiblinger
(18041830)

* 21.11.1804 in Heilbronn, † 17.01.1830 in Rom

männlich, geb. Waiblinger

| Lungenentzündung

deutscher Dichter und Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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