Französischer

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Wilhelm Waiblinger: Französischer (1817)

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Wähle den Stoff nur gut, er sei fein klassisch, denn einzig
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Ist es das Klassische nur, was mit der Kunst sich verträgt.
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Römer und Griechen und Mythologie sind klassische Quellen,
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Aber verstehe mich, daß du den Effekt nicht vergißt.
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Ungewöhnlich sei Licht und Reflex, Halbschatten und Schatten,
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Denn das Gewöhnliche bleibt einmal für immer gemein.
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Was die Antike betrifft, so ahme den Reiz und die Wollust,
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Ahme die sinnliche Form, aber die Kälte nicht nach.
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Gieb der Venus ein üppig Gelock, und künstliche Blumen,
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Und so lüstern sie kann, liege die Schmachtende da.
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Bildest du Helden, so bilde sie mir in rasender Stellung,
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Nimm das tragische Spiel großer Acteurs zum Modell.
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Componirest du Cäsars Tod, so denke, du malest
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Furien, und daß der Blick stier nur und fürchterlich ist!
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Nur nichts an Farben gespart, du hast auf Augen zu wirken,
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Und auf die Menge, was gehn Sinn und Verstand dich denn an?

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Wilhelm Waiblinger
(18041830)

* 21.11.1804 in Heilbronn, † 17.01.1830 in Rom

männlich, geb. Waiblinger

| Lungenentzündung

deutscher Dichter und Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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