Laß in den Garten mich ein, wo deine Versammlung erzählet

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Wilhelm Waiblinger: Laß in den Garten mich ein, wo deine Versammlung erzählet Titel entspricht 1. Vers(1817)

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Laß in den Garten mich ein, wo deine Versammlung erzählet,
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Immer hab' ich ja gern lustige Schwänke gehört;
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Glücklich sind die, so dir lauschen, gewiß der olympische Vater
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Schämte sich nicht und mit Lust hört' ein Histörchen er an.
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Glücklich sind sie. Doch über den Alpen versteht man die Späße
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Nicht mehr, in Deutschland ist man allzu gebildet und fein.
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Man erröthet, man spricht von Moral, und hat sie im Munde,
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Aber im Herzen ist man, aber im Leben ihr Feind.
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Doch so ist's immer. Man trieb in Eden Alles in Unschuld,
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Und nach dem Sündenfall kam erst der Teufel in Ruf.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Wilhelm Waiblinger
(18041830)

* 21.11.1804 in Heilbronn, † 17.01.1830 in Rom

männlich, geb. Waiblinger

| Lungenentzündung

deutscher Dichter und Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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