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Kehrt' ich müde von Fels und Berg nach Hause,
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Schlüge freilich kein liebend Herz dem Wand'rer
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Ungeduldig entgegen; von der Treppe
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Meines friedlichen Hauses streckte freilich
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Mir die Arme kein treues Weib zu, freudig
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An die züchtige, keusche Brust mich drückend,
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Wo ein blühender Säugling hellen Auges
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Uns anblickte, wie wenn er schon der Mutter
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Schalkhaft lachte, daß sie den Vater küsset.
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Schweige stille, mein Herz, laß ab, mit Bildern
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Dich zu martern, die nur dich dran erinnern,
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Was du bitter auf immer hast verloren.
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Doch nicht gänzlich ohn' alle Lieb', ohn' allen
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Menschlich freundlichen Blick verflössen mir die
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Stillen Tage. Des Hauses muntre Kinder
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Wären gerne bei mir: denn gut und menschlich,
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Kindern freundlich, ist in des Lebens Stürmen
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Stets mein Herz doch geblieben, wie's die falschen,
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Bösen Zungen der Menschen auch verleumdet.
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Alle liebten sie mich; ich schenkte diesem
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Spielwerk, jenem erzählt' ich ein Geschichtchen,
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Ja ich scherzte mit ihnen, heute führt' ich
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In Kastanienhaine sie und morgen
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Zu den Höhen voll Feigen und Oliven.
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Kehrt' ich Abends zurück, so spränge jubelnd
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Rafaello mir zu, der wilde Knabe,
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Sich mit Jauchzen um meine Füße klammernd,
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Oder riefe Demetria mich zum Schutze
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Vor des Brüderchens Ungestüm; das eine
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Brächte Feigen auf grünem Weinlaub, jenes
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Frischen stärkenden Wein aus der Campagna,
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Und Melonen voll süßen Markes, einen
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Blumenkorb, den sofort die ältre Schwester,
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Scheuer gegen den Mann, und dem Geheimniß
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Des Geschlechtes schon nah, ihm still entwindet,
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Und mit feinerem Sinn der Blumen schönste
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Wählend, weiblich verschämt, mir durch des rohen
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Bruders Hand zum Geschenk ein Sträußchen sendet.
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Treulich sorgte die hohe schöne Mutter –
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Frisch und jugendlich noch, wenn auch der Sohn ihr
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Auf den Gipfeln der Serpentara muthig
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Jagend streift, noch ein Kind am Busen nährend, –
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Für den einsamen Gast, damit kein Ding ihm
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Zu des Lebens Bequemlichkeit entgehe;
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Rüstig käme der Vater auch und scherzte,
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Lacht' und nennte mich einen finstern Träumer,
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Einen Sonderling, den die Nacht des Waldes
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Mehr erfreu' als der Menschen lustig Treiben,
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Dem die Stirne zu frühe sich gefaltet,
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Der mit Grillen sich plagt', und mahnt', die Schwermuth
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Mit begeisterndem Weine zu verscheuchen.
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Dann ergriff' er der raschen Kinder eines,
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Schwäng' es lachend empor, und setzt es nieder,
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Und entlief', ein Geschäft im Hause, flüchtig,
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In der Vigne, im Garten zu besorgen.
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Doch am liebsten das greise Haupt des Alten
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Säh' ich an, wenn im Kreis der muntern Enkel
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Seine Seele sich freut, wenn er des Knaben
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Unart wehrt, und dem Arm der hohen Mutter
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Oft den Säugling entnimmt, damit sein Händchen
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In den silbernen Locken spiel'; und Abends,
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Wenn der Geistliche kommt, der alte, ernste,
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Spricht man traulich von Krieg und Menschenelend,
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Wann die Kinder entschlummert, und erzählet,
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Von der Herrlichkeit Roms, und von den Fremden,
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Die bis hieher gepilgert, und der Schönheit
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Dieser Zaubernatur und von den Räubern,
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Die den Wanderer drohn, und ihrer Mordlust,
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Vom Ertrage der Ernt' und der Oliven,
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Und vom Herbste der Feigen und des Weines.
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Manches mischt auch der alte Pred'ger über's
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Alterthum ins Gespräch, und redet kundig
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Von den Spuren der Römer, und den Resten
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Längst vergangener Zeit; ich aber schild're
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Tausend Dinge, die ich, die Welt durchpilgernd,
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Einst gesehn und bewundert, Völkersitten,
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Land und Meer und entfernte Städt' und Reiche, –
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Tief im Herzen das traur'ge Schicksal bergend,
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Das mich quälend von Ort zu Ort getrieben!