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Wenn der goldenen Loose mir das Schicksal
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Eins vergönnte, wenn heitrer Himmel wieder
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Ueberm Haupt mir die hohe lautre Schönheit
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Bess'rer Tage verjüngt ergöß', und voller
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Mir die heilige reine Flut des Lebens
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Aus der Urne des Gottes ränne, wenn sie
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Frei vom drohenden Fels, wo sie zerstäubet,
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Ungefährdet vom Abgrund, dessen Grauen
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Oft die schäumend bewegte gern verschlänge,
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Nun im Schatten des jungen Lorbeers und im
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Süßen Dufte der Rose klar und ruhig,
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Wellenlos, zu des Friedens Sonnentempel
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Ihrem Genius folgte, – dann wohl trennt' ich
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Nimmermehr mich von dir, bis meiner Tage
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Vollgewachsener Strom ins Meer verrauschte;
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Dann wohl blieb' ich dir treu, wie seinen Felsen,
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Seinen Lüften der Adler; meine Freuden
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Baut' ich kühn mir ins Urgebirg, des Aethers
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Frischem Reiche vertraut' ich mich, der Menschheit
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Nur aus neblicher Wolkenferne sichtbar,
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Ihren giftigen Pfeilen nicht erreichbar,
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Felsenland der Sabiner, und des alten
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Volks der Herniker, dir, mein heimlich Tempe,
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Das die Sag' als dreitausendjährig Denkmal
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Des Ascanius ehrt, ist's schön, des Morgens,
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Im gewaltigen, ew'gen Eichenschatten
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Hinzuwandern, bis aus Elysiums üpp'ger
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Waldesfülle, dem Dunkel der Cypressen,
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Noch vom Pupurhauche der Früh' umduftet,
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Des sikul'schen Ariccia's busch'ger Hügel
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Mit der glänzenden Kuppel sich entfaltet.
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Schön ist's auch von Genzano's sonn'ger Höhe
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Hier hinunter zu blicken, wo im Schooße
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Seiner Haine Dianens blauer Spiegel
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Deine schmachtende sanfte Mild' und Schöne
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O hesperischer Himmel, wiederstrahlet,
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Unter Pappeln von Nemi's jähem Fels die
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Nymph' Egeria sich im Thränenbache
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Niederstürzt, und den grauen Zeiten heilig,
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Unterm Cavo der ferentin'sche Hain blüht,
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Ja der taurischen Göttin grüne Heimat
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Aus den Fernen der Vorwelt das Geheimniß
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Holder Fabel der Gegenwart zurückruft,
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Aber dort des Tyrrhenermeeres Bläue,
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Wie ein Wunder, homer'scher Geist entwehet,
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Und die muntre Erinn'rung noch in Circe's
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Feenwelt und des griech'schen Wandrers spielet.
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Dennoch suchte die Heimat hier ein ruhig
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Unzerfallnes Herz nur, deß Empfindung
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Sanft und tief wie Dianens Spiegel wäre,
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Das der Freud' und der Wehmuth Schauern leise,
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Wie dem Zephyr die stille See, erbebte,
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Dem die Liebe, die erste, heil'ge, schöne,
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Wie italische Lüfte, rein und selig
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Noch ins knospende Blumenreich des Innern
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Allerquickend und tiefbelebend schiene,
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Dem der scheue Genuß, der zücht'ge, täglich
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Noch die fliehende Lust mit holdem Wahne
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Nie vergänglicher Dauer lächelnd täuschte,
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Das die Qualen der ersten Jugendliebe
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Nie im Taumel der zweiten und die Täuschung
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Neu entzündeter, sturmverwehter Flamme
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Nie im schrecklichen Wagen der Verzweiflung,
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Nie im dreifachen Brand vergessen wollte,
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Das noch niemals verloren, dem im tiefen
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Heiligthume der Seele nie der Altar
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Und das Bild der befleckten Göttin stürzte,
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Dem noch Leben und Liebe so gefahrlos,
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Ungerührt vom Orkan, im linden Dufte
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Weiter Ferne, wie des Tyrrhenermeeres
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Ruhig liebliches Bild von dort erscheinet.
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Solche Herzen erfreuten Cynthia's Haine,
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Und die blühende Schattenwelt Ariccia's.
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Meine Seele, die schon das Glück des Friedens
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Wie die schweigenden Ufer der Diana
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Nun das glückliche Fabelreich, verloren,
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Meine trauernde Seele haucht nur Wünsche,
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Nur Erin'rungen, Seufzer, Klagelaute,
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Dort hinüber, wo sie nur längst Entfloh'nes,
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Der Vergangenheit einsam weinend suchte.
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Deine Felsen, die zeitgetroffnen, aber,
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Mein Olevano, sind's, wo sich der hohe
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Düstre Geist der Natur mit ernsten Schauern
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Seiner Einsamkeit gerne mir befreundet,
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Finstre Wälder des Apennins, in deren
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Melancholischen Schluchten über Trümmer
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Niederschäumend der Bergstrom tos't, in deren
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Blitzgespaltenen Wipfeln oft der Wind ein
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Lied hinhaucht, das, verwandt mit meinen Leiden,
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Meinen Schmerzen, wie wilde Geisterliebe
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Mir ertönet, das ich versteh' und kenne,
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Dem antwortend sich Stürm' in meiner Seele
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Heulend regen, o Wälder, euch erwählt' ich
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Mir zur Heimat! in eurem Grün vernähm' ich
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Keinen menschlichen Laut, nur des Naturgeists
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Ewig Sausen und Weh'n, nur selten hallte
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Ferneher der Gesang des Ziegenhirten
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Aus dem Thal, zu der Pfeifen rohem Spielwerk,
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Das, nach Sitte der Väter, der Campagna
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Volk erfreut, und auf luft'ger Felsenspitze,
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Wenn der blühende Wald sich lichtet, stünd' ich
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Plötzlich, und in den Lüften hängen wie der
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Leichtgeflügelten Vögel wind'ge Heimat,
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All' die Dörfer umher, dem Auge Staunen
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Und Verwundrung erregend – Civitella's
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Nackte schaurige Höh'n, sie lockten mächtig
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Mir das stürmische Herz, und frischer Bergwind
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Bliese wild mir durchs Haar, die Wolken zögen
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Nah um's Haupt mir, die fels'ge Pyramide,
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Mein Olevano, graut' empor, und ungeduldig
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Zitternd schweifte der Blick, der alten Volsker
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Vielgestaltig Gebirg, die Schlösser all' und
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Luft'gen Dörfer entlang, bis fern, wo dämmernd
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Unter Latiums wollustvollen Hügeln
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Sich Velliträ erhebt, das rebengrüne.