Drittes Sonett

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Friedrich Schlegel: Drittes Sonett (1800)

1
Der rauhe Ost, der früh nach Rom mich jagte,
2
Ward dort zum Zephir hyacinthner Lüste.
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Und keiner, der nur immer Mädchen küßte,
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Rühm seinen Schwanz, daß er im Himmel ragte.

5
Auch mich erregen noch die herben Brüste
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Kampan'scher Mädchen, doch wie oft verzagte
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Mein Meerschaum an dem fremden Golf und klagte
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Daß ohne recht' Verständnis diese Küste.

9
Wie anders schmiegte sich der Arsch des Knaben
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dem Schwanz in lieblich-rundlichem Gehaben;
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Kein Weib hat so behende mit der Zunge

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Die Eichel mir geleckt wie dieser Junge.
13
Oh, könnt' ich doch an deinem Marmorhintern,
14
Mein Knabe, viele Monde überwintern ... !

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Schlegel
(17721829)

* 10.03.1772 in Hannover, † 11.01.1829 in Dresden

männlich, geb. Q42865417

| Schlaganfall

deutscher Kulturphilosoph, Kritiker, Literaturhistoriker und Übersetzer

(Aus: Wikidata.org)

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