Die Blumen

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Friedrich Schlegel: Die Blumen (1800)

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Die schönen Farben dürfen nicht mehr glänzen,
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Man darf den süßen Putz nicht mehr entfalten.
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Wie ziemt' es auch zu solchen hohen Tänzen,
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Wo Sterne heilig walten,
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Die das Azur umkränzen,
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Und nimmer wohl veralten?
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Wenn sich des Himmels Blumen herrlich zeigen,
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So muß der Erde Kinderglanz ja schweigen.

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Das Eine kann uns auch die Nacht nicht rauben,
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Daß wir in Düften unser Sein verkünden;
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Muß jungen Blüten noch die Lust erlauben,
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Wo sie in dunklen Gründen
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Und schön geflochtnen Lauben
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So innig sich verbünden,
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Die Luft mit süßerm Wohlgeruch zu füllen,
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Je dichter sie sich selbst in Schatten hüllen.

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Vergeblich strebt der Mensch mit schlauem Sinne,
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Von welcher Blume wohl der Duft, zu fühlen,
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Daß jeder Blume Geist sein Geist gewinne!
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Wo holde Lüfte spielen,
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Daß jeder Hauch zerrinne,
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Umflossen von Gefühlen
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Vergißt er bald, von welcher Lust er trinket,
24
Wenn er berauscht in Balsamfluten sinket.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Schlegel
(17721829)

* 10.03.1772 in Hannover, † 11.01.1829 in Dresden

männlich, geb. Q42865417

| Schlaganfall

deutscher Kulturphilosoph, Kritiker, Literaturhistoriker und Übersetzer

(Aus: Wikidata.org)

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