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Wieder kamen sie zu schlagen
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Bei der hohen Tala Burgtor,
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Dort wo an Sanktonas Mauern
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Die Caranta schlängelt kunstlos.
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Wo den seinen frommen Kriegern
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Wieder gleiches Wunder Gott schuf,
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Welcher Lanze nächtlich grünet,
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Solche soll'n im Himmels Lustort
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Morgen heil'ge Sterne schauen,
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Rein gebadet in dem Blutstrom.
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Froh des heil'gen Märtertumes
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Stürzten in den Tod sie mutvoll,
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Doch unzählige der Heiden
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Färbten noch zuvor den Grund rot.
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Agolante nächtlich fliehet,
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Da von Karl ihn trennt der Fluß noch;
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Doch kaum glüht des Morgens Purpur,
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Als schon Karol seiner Spur folgt.
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Bugiens König und Algarbens
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Zittern vor dem Helden mutlos,
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Und nach mancher herben Wunde
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Färbt sein Schwert ihr grimmes Blut rot.
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Da der Christen Heer nun rastet,
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Nach dem wilden Streit die Ruh' folgt,
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Da geschah ein seltsam Zeichen
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Warnend, wie der Sünde Trug lohnt.
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Romarich, ein kranker Krieger,
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Da der Tod ihm nahet wutvoll,
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Ließ dem teuersten Gesellen,
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Ob vor Gott er würde schuldlos,
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Noch sein Roß, des Wert den Armen
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Er soll geben lieb und huldvoll.
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Jener aber treulos denkend,
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Mit der wilden Sünd' im Bund schon,
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Die er löste, hundert Gulden,
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Schnell verschwendet er sie nutzlos,
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Lebt im frechen Sinn so fürder,
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Denkt nicht seiner Worte trugvoll.
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Da nun dreißig Tage waren,
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Daß am Freund er ward so schuldvoll,
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Da erschien der Geist des Freundes,
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Furchtbar schauend, bleich und blutlos,
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Sprechend: Wisse, daß all' meine
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Sünden sind getilgt und spurlos.
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In der Hölle Tal wirst künftig
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Du statt meiner jammern wutvoll;
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Also lautet jenes Richters
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Ewig streng gerechtes Spruchwort. –
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So verschwand der Tote wieder,
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Jener starret sinn- und mutlos.
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Früh am andern Tage Morgens
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Tut er's den Gesellen kund noch.
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Als er eben frech nun redet,
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Da erhebt sich in der Luft hoch
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Brüllen, wie von Löwen, Kälbern,
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Wie die Wölfe heulen wutvoll.
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Luftig fahren durcheinander
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Ungeheu'r in wilder Unform,
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Blut'ge Flammen zucken strahlend
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Aus der dunklen Wolke Glutschoß.
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Noch lebendig ward von Teufeln
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Weggeführt er durch die Luft so,
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Aus der Mitte der Genossen,
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Mit Geheul und wildem Fluchwort.
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Da das Heer nun weiter wandelt
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Wohl zwölf Tage rast- und ruhlos,
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Durch die Wüsten, durch die Berge,
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Findet man die Leiche wundvoll
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An der jähen Felsenspitze,
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Findet da die Spur von Blut noch,
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Wo ihn schlug der alte Unhold.
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Lebe keiner schlecht und ruchlos!