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Sing höheren Gesang, o ländliche Kamöne.
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Nicht jeder liebt die Flur und sanfte Flötentöne.
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Ein Lied, des Junkers wert, ein Lied voll Saft und Mark,
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Ein edles Waldhornstück durchschmettere den Park.
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Horch! von dem Schindelturm summt schwellend durch die Himmel
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Zu Stadt und Dörfern rings ein feierlich Gebimmel.
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Horch! zwölffach ruft vom Hof metallner Böller Knall
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Und gellendes Juchhein dem fernen Wiederhall.
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Unruhig fragt das Dorf, was doch der Lärm bedeutet,
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Warum so rasch aufs Schloß der Adel fährt und reitet.
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Freud' über Freud'! ertönt's; der Storch hat diese Nacht
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Für unsers Junkers Frau ein Jünkerchen gebracht!
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Traur', armes Waldgeschlecht! Ihr Rehe, Schwein' und Hirsche,
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Trau'rt rudelweis'; euch droht die mörderlichste Birsche!
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O Has' und Häsin, trau'rt! Ein schrecklich Kind erwuchs!
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Vor seinem Rohr' entrinnt kein Otter und kein Fuchs!
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Umschreit, ihr Vögelschwärm', und hackt mit Klau' und Schnabel
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Ihn, der euch Mord gebracht, den Unglücksstorch der Fabel!
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Euch schützt vor Beiz' und Schuß kein Schluf des Moors und Walds;
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Dich, Trappe, nicht der Flug, dich, Birkhahn, nicht die Balz!
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Noch harmlos ruht und fromm der sanftgewiegte Junker:
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Sein Wappen ziert die Deck', im Glanz der goldnen Klunker;
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Es wehrt dem Ungetüm der Basen Kreuz und Spruch;
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Die Nichten sehn das Bild des Vaters Zug vor Zug.
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Der Vettern Waidgelag stößt an mit vollem Glase;
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Rheinwein und englisch Bier bepurpert jede Nase.
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Windspiel und Dogg' und Brack und Dachs- und Hühnerhund
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Hüpft wedelnd um die Wieg', und leckt ihm Hand und Mund.
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Unsichtbar überschwebt das Dach der wilde Jäger
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Auf trübem Nebelgaul, und wird des Kindleins Pfleger.
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Bald horcht's, und lächelt still, auf Hifthorn und Geblaff,
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Zielt an der Amme Brust, und lallt: Aport und Paff!
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Bald lernt es namentlich der Hunde Trupp zu locken;
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Mit hölzernem Gewehr, Wildpret und Jägerdocken
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Spielt's Jagd; und selbst der Mund des gütigen Papas
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Pfeift ihm dazu ein Stück auf seinem Pulvermaß.
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Wohl dir, holdselig Kind! Dir sprießet Gerst' und Hopfen
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Auf väterlicher Flur, zu braunen Balsamtropfen;
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Dir trägt die Biene Met zu starker Morgenkost;
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Aus eignem Garten quillt würzhafter Apfelmost!
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Wann, als Husar, der Knab' ein Steckenpferdchen tummelt,
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Den kleinen Tiras schlägt, und auf der Trommel rummelt;
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Behaglich hört er dann vom Oheim und Papa
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Gar manchen Jugendschwank, und atmet staunend Ah!
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Selbst führt der Vater ihn durchs große Tafelzimmer,
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Und zeigt rings an der Wand der Wappen bunte Schimmer,
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In Stahl und Knebelbart der Ahnenbilder Reih',
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Und über jedem Bild' ein stattlich Hirschgeweih.
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Schau, ruft er, Junker Kord, schau jenen Sechzehnender!
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Den schoß ich dir als Bursch für unsern Bratenwender!
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Noch seh' ich, wie voll Angst durch Heid' und Bach er lechzt,
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Mit Schweiß die Fährte färbt, und hin sein Leben ächzt!
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Als Bursch erlegt' ich auch, ohn' einen Schuß der Büchse,
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Mit bloßem Peitschenhieb, den schlauesten der Füchse!
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Wie Donnerwetter ging's! Mir stürzten in den Sand
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Drei Klepper: dennoch ward der Bau ihm kurz verrannt!
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Wie aber sprang mit mir der Wallach über Hecken
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Und Zäun' und Graben hin! Wie bäumt' er wild vor Schrecken,
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Als ich den Wehrwolf mit geerbtem Silber schoß,
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Und schnell ein altes Weib aus Lumpen Blut vergoß!
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Was weinst du, zärtlichste der Mütter? Trotz den Thränchen,
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Lernt Schreib- und Lesekunst, vier Stunden Tags, dein Söhnchen.
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Doch ist sein Kandidat nicht unnütz ganz und gar:
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Er tanzt und ficht mit Kord, und kräuselt ihm das Haar.
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Auch weiß der Mensch, ein Wust von Wissenschaften ziere
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Nur Bürgervolk zur Not, doch schänd' er Kavaliere.
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Was macht ein junger Herr mit Griechisch und Latein?
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Sollt' er der klügste Sproß des alten Stammbaums sein?
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Eh' noch sein flaumig Kinn der Diener eingeseifet,
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Wird er ein voller Kerl, im Jägerkrug gereifet,
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Spielt deutsches Solo, schnapst, schiebt Kegel, schmaucht Tabak,
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Und leert auf Einen Zug sein Reifglas Kniesenak.
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Beherzt nun schäkert er um Gouvernant' und Zofe,
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Nicht knabenhaft, und bald um jede Magd im Hofe.
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Doch hält ihn Lenens Reiz, hochstämmig, rot von Mund,
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Mit derbem Backenpaar, von Brust und Hüfte rund.
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Heuboden, Garten, Wald, ihr wißt, warum die Schürze
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Sich so zur Ungebühr dem armen Lenchen kürze.
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Sei lustig, gutes Ding! Zwar keift die gnäd'ge Frau,
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Zwar stehst du büßend bald im Kirchengang zur Schau;
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Allein was achtest du des Zischelns und des Hohnes?
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Die Herrschaft ingeheim freut sich des wackern Sohnes;
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Auch nimmt der Kandidat voll Unterthänigkeit
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In deiner Schürz' einmal die Pfarre hocherfreut.
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O Kord, zum zwanzigsten Geburtstag nun erwachsen,
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Des jungen Adels Kron' im Doppelreich der Sachsen,
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Verherrlichst du den Glanz des nahen Hofs, und wirst
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Jagdjunker, dreist und keck. Verdienste lohnt der Fürst.
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In silberhellem Grün, mit reger Hunde Koppeln,
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Trabst du zur Martinsjagd durch Auen, Forst' und Stoppeln.
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Wie hallt Gebell und Horn! wie schnaufen Roß und Mann!
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Wie scheucht der Dörfer Volk das Wild bergab bergan!
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Doch hebt sein adlich Herz auch mildere Bewegung:
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Er schirmt mit List und Mut verrufnes Wildes Hegung,
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Wenn gleich der Bauer laut zum Landesvater klagt.
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Zur Strafe wird dem Schelm sein Brotkornfeld zerjagt.
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Ihm huldigten fürwahr Vestalinnen und Nonnen,
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Durch liebenswürdige Zudringlichkeit gewonnen.
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Zwar Weiber kosten viel, und der Papa ist knapp;
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Doch mahne Jud' und Christ! er lacht, und handelt ab.
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Zur Wette spornt er einst den feurigen Polacken,
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Sprengt tollkühn übers Heck, und stürzet. Weh! es knacken
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Zwei Rippen ihm morsch ab! Möcht' er gerettet sein!
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Er ist's! um bald als Herr sein Völkchen zu erfreun.
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Seht da! Frau Lenens Mann, der Ausbund der Pastöre,
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Kommt sporenstreichs vom Gut auf der bespritzten Mähre:
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»ihr Vater, Herr Baron!« – Ist endlich abgeschurrt? –
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»am Schlag!« – Nun, gute Nacht! So hat er ausgeknurrt.
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Leibeigne, jung und alt, mit Jubel und mit Segen
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Hüpft eurem Herrn mit Spiel und Sensenklang entgegen!
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Der wird voll Eifers sich erbarmen eurer Mühn,
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Und eure Kinder fromm und wirtschaftlich erziehn!
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Streut Blumen auf den Weg, singt, Mädchen, singet munter,
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Und schlagt die Hark' im Takt! Er winkt vom Hengst herunter
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Euch Küsse! Jäger, blast! Ihr Hund', erhebt das Maul,
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Und grüßt mit festlichem, vielstimmigem Gejaul!
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Die ganze Bauerschaft mit aufgereckten Ohren
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Schwört Ihm, des gnädigen Barons Hochwohlgeboren,
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Erb- und Gerichtesherrn der alten Baronei,
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Nach vorgeles'ner Schrift des Fronvogts, Pflicht und Treu.
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Bankett und Ball empfängt die Adlichen der Gegend,
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Mit Prunk und Völlerei die groben Sinne pflegend.
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Im Kreis der Spötter sitzt der muntre Schwarzrock auch,
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Antwortet bibelfest, und sättiget den Bauch.
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Jauchzt, froher Ahndung voll, jauchzt, Unterthan und Pächter!
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Stimmt ins Gekreisch, ins laut aufschallende Gelächter
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Der Damen und der Herrn! Vom Jägerchor wird jetzt
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Ein matter Fuchs geprellt, ein Marder tot gehetzt!
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Schon herrscht er ritterlich, uralter Straßenräuber
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Unausgeartet Kind, ein stolzer Menschentreiber!
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Sein Prachtschloß überschaut nur Hütten rings von Stroh;
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In weiter Segensflur ist er, der eine, froh!
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Ihm wird durch Fron und Zwang geerntet und gebuttert,
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Und, fast dem Zugvieh gleich, sein Menschenvieh gefuttert.
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Fällt einst ein Mißjahr ein; er lau'rt, und schüttet auf:
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Je dürftiger der Mann, je wuchrischer der Kauf.
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Von Brennen und von Braun, von Handwerk und Gewerbe,
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Strotzt sein freiherrlich Gut, ob nahrlos auch ersterbe
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Die hartbeschatzte Stadt: er schützt in alter Kraft
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Freiheit von Zoll und Schoß, als Recht der Ritterschaft.
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Der Bau'r und Bürger wird Canaill' und Pack betitelt,
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Und seinem Anwachs früh die Menschheit ausgeknittelt:
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Schulmeister, spricht er, macht die Buben nicht zu klug!
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Ein wenig Christentum und Lesen ist genug!
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Beim Pfeifchen schwatzt mit ihm von Korn- und Pferdeschacher
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Sein Pfäfflein, und beseufzt der neuen Büchermacher
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Gottlosigkeit. Verdammt zum Galgen und zum Rad
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Wird dann durch beider Spruch Freigeist und Demokrat!
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Der welken Stadtmamsell abtrünnig, wählt er endlich
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Ein Fräulein sich zur Dam', halb höfisch und halb ländlich.
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Bald seht ihr junge Zucht, dem edlen Vater gleich;
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Spielt nicht des Kutschers Tück' ihm einen Kuckucksstreich.