63. Trinklied

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Johann Heinrich Voß: 63. Trinklied (1801)

1
Hätt' ich einen Mutterpfennig
2
Notabene, nicht zu klein;
3
Ein paar Flaschen leicht gewänn' ich,
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Notabene, voll von Wein.
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Fröhlich blieb' ich dann und wach,
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Notabene, bis zum Tag.

7
Fröhlich blieb' ich wohl noch morgen,
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Notabene, bei dem Wein;
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Wollte mir der Kellner borgen,
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Notabene, sonder Schein.
11
Wer so fortblieb' ewiglich,
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Notabene, das bin ich.

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Wüchsen nur von selbst die Kleider,
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Notabene, mir ein Rock;
15
Oder knufte nicht der Schneider,
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Notabene, wie ein Bock:
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Stracks bin ich vollkommen froh;
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Notabene, nun so so.

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Küßte mich ein lustig Mädchen,
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Notabene, hübsch und jung;
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Dreht es mir zu Lieb' ein Rädchen,
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Notabene, flink im Sprung:
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O ich böt ihr gleich die Hand,
24
Notabene, drin ein Band.

25
Neckte mich ein holdes Weiblein,
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Notabene, reich und alt;
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Freien wollt' ich solch ein Täublein,
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Notabene, stürb' es bald.
29
O ich küßt' ohn' Unterlaß,
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Notabene, dieses Glas.

31
Wein und Mädchen sind ein Segen,
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Notabene, wohlgepaart;
33
Und der Pfennig schafft Vermögen,
34
Notabene, wenn man spart.
35
Darum lieb' ich immer treu,
36
Notabene, diese drei.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Johann Heinrich Voß
(17511826)

* 20.02.1751 in Sommerstorf, † 29.03.1826 in Heidelberg

männlich, geb. Voss

deutscher Dichter und Übersetzer von Klassikern

(Aus: Wikidata.org)

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