Frieden

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Hermann Conradi: Frieden (1876)

1
Ich flüchte aus dem Marktgedränge,
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Das mich zu Tod hat müd gemacht,
3
In deine traumumlaubten Gänge,
4
In deine süße dunkle Enge,
5
O schattenscheue stille Nacht!
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Das Trostgeschmiege deiner Schleier
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Deck um dies angstverzehrte Herz,
8
Daß es in deiner Segensfeier
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Vergesse seinen letzten Schmerz!

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Es stand der Horizont in Gluten,
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Nun stirbt der Feuer Brandgeloh!
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Das letzte Weh will sacht verbluten –
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Ich höre sie vorüberfluten
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Die
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Du ziehst mich auf dein Balsamlager,
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Geliebte Sterngebärerin,
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Und es erlischt dem müden Klager
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Die letzte seiner Phantasien ...

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Nun ward ich ganz, so ganz dein eigen,
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Und jede Unrast ist gebannt –
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Dein großes, dein gewalt'ges Schweigen,
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Vor dem sich alle Stürme neigen,
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Trug mich in meiner Sehnsucht Land ...
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Ein unbegreiflich süß Ermatten
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Löst meines Leibes Gliederhaft –
26
Vorüber huscht der letzte Schatten,
27
Und es verströmt die letzte Kraft ...

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Hermann Conradi
(18621890)

* 12.07.1862 in Jeßnitz, † 08.03.1890 in Würzburg

männlich, geb. Conradi

natürliche Todesursache | Lungenentzündung

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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