Marie Louise

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Hermann Conradi: Marie Louise (1876)

1
Du fragst, was mir so herbe, tiefe Falten
2
In meine junge Stirne gräbt?
3
Was mich so plötzlich macht erkalten?
4
Was mich durchbebt,
5
Daß ich dich an mich reißen will –
6
In heißer Leidenschaft dich an mich pressen?

7
Geliebte! O sei still! ...
8
O laß mich schweigen! ... Frage nicht! ...
9
Zeig mir dein holdes, liebes Angesicht –
10
Der Augen Goldbraun und der Lippen Blüten –
11
Mich aber laß mein ernst Geheimnis hüten! ...
12
– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

13
Und lache wieder! ... Denn du weißt, es liegt
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In deines Lachens reiner Töneflut
15
Ein Zauber, der mich stets besiegt,
16
Der stets gebändigt mein Rebellenblut ...

17
Mir aber will ich tiefbeschämt gestehn –
18
Will Wort für Wort aussprechen, was durchzittert
19
Mich jäh wie eine ernste, dunkle Ahnung –
20
Was mich erschüttert
21
Bis in die tiefsten Tiefen meiner Seele ...
22
– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

23
Ja, ja! mein Lieb! – Ich wag's dir nicht zu sagen –
24
Laß mich dich fest an meine Brust nur pressen – –
25
Und doch – ich weiß: Es wird die Stunde schlagen –
26
Da habe ich auch – dich vergessen!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Hermann Conradi
(18621890)

* 12.07.1862 in Jeßnitz, † 08.03.1890 in Würzburg

männlich, geb. Conradi

natürliche Todesursache | Lungenentzündung

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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