Ella

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Hermann Conradi: Ella (1876)

1
Wär' ich ein andrer doch und leichtren Sinnes!
2
Dann liebt' ich dich vielleicht und deine Schönheit!
3
Und deiner Augen heiterernstes Dunkeln
4
Umschlösse eine Welt, draus keine Pfade
5
Abseits in lockende Bezirke führten ...
6
Ich lebte nur in dir – und meinen Träumen
7
Gäbst du allein Bestand und Tiefsinn – Säumen –
8
Ein dauernd Währen und ein groß Behalten,
9
Drin sich erschließt ein göttliches Entfalten ...
10
Ich liebte dich allein und deine Reinheit,
11
Drin sich begräbt des Lebens Grundgemeinheit,
12
Draus sich gebiert ein ernstes Sondertrachten –
13
Ein Menschenlieben und ein Weltverachten! –

14
Wär' ich ein andrer doch und leichtren Sinnes!
15
So aber bin ich schon gemünzt und leider
16
Hab' ich mich unbefreibar festgebissen –
17
Mich vollgetränkt mit galligen Essenzen,
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Die wahrlich keine Freunde von Begrenzen!
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Ja! Schrankenlos ist meiner Seele Streben –
20
Unstet und ruhelos mein armes Leben ...
21
Dir mögen güt'ge Götter Rosen streuen –
22
Dich einen Traum des Lebens träumen lassen,
23
Drin sich verknüpft verzeihend Welterfassen
24
Und keusches, lichtverklärtes Daseinsfreuen ...
25
Dir mögen güt'ge Götter Wolken breiten, –
26
An goldenem Gespinst dich heimgeleiten ...

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Hermann Conradi
(18621890)

* 12.07.1862 in Jeßnitz, † 08.03.1890 in Würzburg

männlich, geb. Conradi

natürliche Todesursache | Lungenentzündung

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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