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»entartet ist die junge Brut,
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Und – Gott verzeihe mir die Sünde –
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Ich habe sehr gewicht'ge Gründe
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Und manchen Anlaß, mehr als gut,
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Mit meinem eignen Fleisch zu hadern;
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Denn Wasser, anstatt heißes Blut,
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Rinnt meinen Söhnen durch die Adern,
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Seitdem ich, auf der Mutter Bitte,
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Den Rechtsverdrehern sie gebracht,
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Zu Advokaten sie gemacht
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Dort in Sanct-Paul, nach heut'ger Sitte.
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Jetzt sind sie modisch angekleidet
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Mit engen Hosen und Krawatten;
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Doch wilde Hengste abzumatten
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Ist ihnen lange schon verleidet;
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Statt dessen wird von Politik,
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Von Menschenrechten viel gesprochen,
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Und von Theater und Musik.
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Was soll's? Die Keckheit ist gebrochen –
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Verrostet sind der Alten Messer;
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Es gilt ihr Wort nur dann und wann,
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Denn Kinder wissen alles besser.
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Habt Ihr's verstanden, junger Mann?
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Vielleicht gehört Ihr auch zu jenen
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Spaßvögeln, die mit schlaffen Sehnen
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Herüberfliegen, uns zu mahnen
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An Fortschritt und an Eisenbahnen
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Und andre solche Narrenspossen?
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Gleichviel! Laßt die gelehrten Leute,
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Und wenn Ihr wollt, erzähl' ich heute
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Von einem Freund und Zeitgenossen;
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Garcia hieß er als der Sohn
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Ehrbarer Eltern (wohlgeraten
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War dieser Sprosse – mir zum Hohn!)
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Und Januario von dem Paten.
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Garcia! – Ha, Ihr sollt erfahren,
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Wie der gewußt, sein Recht zu wahren,
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Was der auf diesem Grund und Boden
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Gethan, um Unkraut auszuroden,
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Was der geschworen und gelitten!
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Schon gestern hatt' ich's auf der Zunge,
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Als wir die kleine Strecke ritten
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Staub aber lag auf meiner Zunge
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Und klebte mir die Lippen zu.«
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Nach solchen Eingangsworten floß
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Die Rede von des Alten Munde.
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Wir lagen schweigend in der Runde,
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Und wenn uns mancher Wink verdroß,
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Wir mußten dies und jenes hören,
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Es wagte keiner ihn zu stören.
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In harter Arbeit, heißem Schaffen,
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Der seine blankgeputzten Waffen
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Zuweilen grimmig angeschaut,
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Ein halber Gaucho, rauh und zähe. – –
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Wir ruhten aus am Lagerfeuer;
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Die Pferde grasten in der Nähe,
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Und daß Garcias Abenteuer
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Uns, deren Herzen nicht gestählt,
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Den Schlaf verscheuchten, glaube jeder,
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Der lesen mag, was meine Feder
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Mit leichten Strichen nacherzählt.
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Denn ich bekenne meine Schwäche,
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Die Scene schildern kann ich nicht.
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Der Vollmond goß sein Silberlicht
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Auf eine waldumkränzte Fläche,
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Hier Gräser, von Demanten funkelnd,
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Felsblöcke dort auf Blumenmatten,
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Mit ihren langgestreckten Schatten
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Das wunderbare Bild verdunkelnd.
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Des Alten Stimme, bald erschallend
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Wie Sturmestoben, bald verhallend
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Wie Todesseufzer, dumpf und hohl –
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Das alles läßt sich nicht beschreiben;
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Mir aber wird die Scene wohl
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Auf immer im Gedächtnis bleiben!