Bienenlied

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Clemens Brentano: Bienenlied (1808)

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Ein Liedlein will ich singen,
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Vom Honigvögelein,
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Die hin und her sich schwingen,
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Wie bunte Blumen seyn.
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Das Völklein in dem Grünen,
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Es schmauset auf der Weid,
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Ich singe von den Bienen,
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Auf dieser freien Haid.

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Der Winter hält gefangen
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Das zarte Jungfernvolk,
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Bis daß der Schnee vergangen,
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Frost, Schauer, Nebelwolk.
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Und wann die Weste stimmen,
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Nach linder Lenzen Art,
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So machen sich die Immen
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Auf ihre Blumenfarth.

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Sie ziehen mit der Trummel,
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Der Stachel weist das Schwerdt;
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Ihr Brummel und Gehummel
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Hat niemand noch gefährdt.
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Sie nehmen sonder Morden
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Den zarten Blumenraub,
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Und ihre Beut ist worden
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Der Baum und Blüthen Laub.

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Wie sie die Wachsburg bauen,
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Aus güldnem Pergament,
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Kann niemand nicht beschauen,
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Ja keines Künstlers Händ
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Hat man so sehr bewundert,
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Die Zimmerchen so gleich,
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Sechseckigt ist gesondert
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Das Honigkönigreich.

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Man sieht sie friedlich leben
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Ohn Eigennutz und Streit,
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In steter Mühe weben,
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Zu Lenz und Winterszeit;
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Sie pflegen
38
Der Blumen Saft und Thau,
39
Und führen mit Behagen
40
Gesammt den Zuckerbau.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Clemens Brentano
(17781842)

* 08.09.1778 in Koblenz-Ehrenbreitstein, † 28.07.1842 in Aschaffenburg

männlich, geb. Brentano

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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