Orpheisch

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Heinrich Heine: Orpheisch (1852)

1
Es gab den Dolch in deine Hand
2
Ein böser Dämon in der bösen Stunde –
3
Ich weiß nicht, wie der Dämon hieß –
4
Ich weiß nur, daß vergiftet war die Wunde.

5
In stillen Nächten denk ich oft,
6
Du solltest mal dem Schattenreich entsteigen
7
Und lösen alle Rätsel mir
8
Und mich von deiner Unschuld überzeugen.

9
Ich harre dein – o komme bald!
10
Und kommst du nicht, so steig ich selbst zur Hölle,
11
Daß ich alldort vor Satanas
12
Und allen Teufeln dich zur Rede stelle.

13
Ich komme, und wie Orpheus einst
14
Trotz ich der Unterwelt mit ihren Schrecken –
15
Ich finde dich, und wolltest du
16
Im tiefsten Höllenpfuhle dich verstecken.

17
Hinunter jetzt ins Land der Qual,
18
Wo Händeringen nur und Zähneklappen –
19
Ich reiße dir die Larve ab,
20
Der angeprahlten Großmut Purpurlappen –

21
Jetzt weiß ich, was ich wissen wollt,
22
Und gern, mein Mörder, will ich dir verzeihen;
23
Doch hindern kann ich nicht, daß jetzt
24
Schmachvoll die Teufel dir ins Antlitz speien.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Heinrich Heine
(17971856)

* 13.12.1797 in Düsseldorf, † 17.02.1856 in Paris

männlich, geb. Heine

| Bleivergiftung

deutscher Dichter und Publizist

(Aus: Wikidata.org)

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