11.

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Heinrich Heine: 11. (1826)

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Von der Gleichheit der Gemütsart
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Wechselseitig angezogen,
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Waren wir einander immer
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Mehr als uns bewußt gewogen.

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Beide ehrlich und bescheiden,
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Konnten wir uns leicht verstehen;
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Worte waren überflüssig,
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Brauchten uns nur anzusehen.

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O wie sehnlich wünscht ich immer,
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Daß ich bei dir bleiben könnte
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Als der tapfre Waffenbruder
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Eines Dolcefarniente.

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Ja, mein liebster Wunsch war immer,
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Daß ich immer bei dir bliebe!
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Alles, was dir wohlgefiele,
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Alles tät ich dir zuliebe.

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Würde essen, was dir schmeckte,
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Und die Schüssel gleich entfernen,
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Die dir nicht behagt. Ich würde
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Auch Zigarren rauchen lernen.

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Manche polnische Geschichte,
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Die dein Lachen immer weckte,
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Wollt ich wieder dir erzählen
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In Judäas Dialekte.

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Ja, ich wollte zu dir kommen,
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Nicht mehr in der Fremde schwärmen –
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An dem Herde deines Glückes
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Wollt ich meine Kniee wärmen. – –

29
Goldne Wünsche! Seifenblasen!
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Sie zerrinnen wie mein Leben –
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Ach, ich liege jetzt am Boden,
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Kann mich nimmermehr erheben.

33
Und Ade! sie sind zerronnen,
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Goldne Wünsche, süßes Hoffen!
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Ach, zu tödlich war der Faustschlag,
36
Der mich just ins Herz getroffen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Heinrich Heine
(17971856)

* 13.12.1797 in Düsseldorf, † 17.02.1856 in Paris

männlich, geb. Heine

| Bleivergiftung

deutscher Dichter und Publizist

(Aus: Wikidata.org)

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