7.

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Heinrich Heine: 7. (1826)

1
Nichts ist vollkommen hier auf dieser Welt.
2
Der Rose ist der Stachel beigesellt;
3
Ich glaube gar, die lieben holden Engel
4
Im Himmel droben sind nicht ohne Mängel.

5
Der Tulpe fehlt der Duft. Es heißt am Rhein:
6
Auch Ehrlich stahl einmal ein Ferkelschwein.
7
Hätte Lucretia sich nicht erstochen,
8
Sie wär vielleicht gekommen in die Wochen.

9
Häßliche Füße hat der stolze Pfau.
10
Uns kann die amüsant geistreichste Frau
11
Manchmal langweilen wie die Henriade
12
Voltaires, sogar wie Klopstocks Messiade.

13
Die bravste, klügste Kuh kein Spanisch weiß,
14
Wie Maßmann kein Latein – Der Marmorsteiß
15
Der Venus von Canova ist zu glatte,
16
Wie Maßmanus Nase viel zu ärschig platte.

17
Im süßen Lied ist oft ein saurer Reim,
18
Wie Bienenstachel steckt im Honigseim.
19
Am Fuß verwundbar war der Sohn der Thetis,
20
Und Alexander Dumas ist ein Metis.

21
Der strahlenreinste Stern am Himmelzelt,
22
Wenn er den Schnupfen kriegt, herunterfällt.
23
Der beste Äpfelwein schmeckt nach der Tonne,
24
Und schwarze Flecken sieht man in der Sonne.

25
Du bist, verehrte Frau, du selbst sogar
26
Nicht fehlerfrei, nicht aller Mängel bar.
27
Du schaust mich an – du fragst mich, was dir fehle?
28
Ein Busen, und im Busen eine Seele.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Heinrich Heine
(17971856)

* 13.12.1797 in Düsseldorf, † 17.02.1856 in Paris

männlich, geb. Heine

| Bleivergiftung

deutscher Dichter und Publizist

(Aus: Wikidata.org)

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