2.

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Heinrich Heine: 2. (1826)

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»ich bin der Gott der Musika,
2
Verehrt in allen Landen;
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Mein Tempel hat in Gräcia
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Auf Mont-Parnaß gestanden.

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Auf Mont-Parnaß in Gräcia,
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Da hab ich oft gesessen
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Am holden Quell Kastalia,
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Im Schatten der Zypressen.

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Vokalisierend saßen da
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Um mich herum die Töchter,
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Das sang und klang la-la, la-la!
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Geplauder und Gelächter.

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Mitunter rief tra-ra, tra-ra!
14
Ein Waldhorn aus dem Holze;
15
Dort jagte Artemisia,
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Mein Schwesterlein, die Stolze.

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Ich weiß es nicht, wie mir geschah:
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Ich brauchte nur zu nippen
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Vom Wasser der Kastalia,
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Da tönten meine Lippen.

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Ich sang – und wie von selbst beinah
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Die Leier klang, berauschend;
23
Mir war, als ob ich Daphne sah,
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Aus Lorbeerbüschen lauschend.

25
Ich sang – und wie Ambrosia
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Wohlrüche sich ergossen,
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Es war von einer Gloria
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Die ganze Welt umflossen.

29
Wohl tausend Jahr' aus Gräcia
30
Bin ich verbannt, vertrieben –
31
Doch ist mein Herz in Gräcia,
32
In Gräcia geblieben.«

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Heinrich Heine
(17971856)

* 13.12.1797 in Düsseldorf, † 17.02.1856 in Paris

männlich, geb. Heine

| Bleivergiftung

deutscher Dichter und Publizist

(Aus: Wikidata.org)

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