15.

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Heinrich Heine: 15. (1826)

1
In der Hand die kleine Lampe,
2
In der Brust die große Glut,
3
Schleichet Psyche zu dem Lager,
4
Wo der holde Schläfer ruht.

5
Sie errötet und sie zittert,
6
Wie sie seine Schönheit sieht –
7
Der enthüllte Gott der Liebe,
8
Er erwacht und er entflieht.

9
Achtzehnhundertjähr'ge Buße!
10
Und die Ärmste stirbt beinah!
11
Psyche fastet und kasteit sich,
12
Weil sie Amorn nackend sah.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Heinrich Heine
(17971856)

* 13.12.1797 in Düsseldorf, † 17.02.1856 in Paris

männlich, geb. Heine

| Bleivergiftung

deutscher Dichter und Publizist

(Aus: Wikidata.org)

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