13.

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Heinrich Heine: 13. (1826)

1
Die Wellen blinken und fließen dahin –
2
Es liebt sich so lieblich im Lenze!
3
Am Flusse sitzt die Schäferin
4
Und windet die zärtlichsten Kränze.

5
Das knospet und quillt, mit duftender Lust –
6
Es liebt sich so lieblich im Lenze!
7
Die Schäferin seufzt aus tiefer Brust:
8
»wem geb ich meine Kränze?«

9
Ein Reuter reutet den Fluß entlang,
10
Er grüßt so blühenden Mutes!
11
Die Schäferin schaut ihm nach so bang,
12
Fern flattert die Feder des Hutes.

13
Sie weint und wirft in den gleitenden Fluß
14
Die schönen Blumenkränze.
15
Die Nachtigall singt von Lieb' und Kuß –
16
Es liebt sich so lieblich im Lenze!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Heinrich Heine
(17971856)

* 13.12.1797 in Düsseldorf, † 17.02.1856 in Paris

männlich, geb. Heine

| Bleivergiftung

deutscher Dichter und Publizist

(Aus: Wikidata.org)

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