2.

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Heinrich Heine: 2. (1826)

1
»wollen Sie ihr nicht vorgestellt sein?«
2
Flüsterte mir die Herzogin. –
3
»beileibe nicht, ich müßt ein Held sein,
4
Ihr Anblick schon wirrt mir den Sinn.«

5
Das schöne Weib macht mich erbeben!
6
Es ahnet mir, in ihrer Näh'
7
Beginnt für mich ein neues Leben,
8
Mit neuer Lust, mit neuem Weh.

9
Es hält wie Angst mich von ihr ferne,
10
Es treibt mich Sehnsucht hin zu ihr!
11
Wie meines Schicksals wilde Sterne
12
Erscheinen diese Augen mir.

13
Die Stirn ist klar. Doch es gewittert
14
Dahinter schon der künft'ge Blitz,
15
Der künft'ge Sturm, der mich erschüttert
16
Bis in der Seele tiefsten Sitz.

17
Der Mund ist fromm. Doch mit Entsetzen
18
Unter den Rosen seh ich schon
19
Die Schlangen, die mich einst verletzen
20
Mit falschem Kuß, mit süßem Hohn.

21
Die Sehnsucht treibt. – Ich muß mich näh'ren
22
Dem holden, unheilschwangern Ort –
23
Schon kann ich ihre Stimme hören –
24
Klingende Flamme ist ihr Wort.

25
Sie fragt: »Monsieur, wie ist der Name
26
Der Sängerin, die eben sang?«
27
Stotternd antworte ich der Dame:
28
»hab nichts gehört von dem Gesang.«

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Heinrich Heine
(17971856)

* 13.12.1797 in Düsseldorf, † 17.02.1856 in Paris

männlich, geb. Heine

| Bleivergiftung

deutscher Dichter und Publizist

(Aus: Wikidata.org)

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