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Sey mir gegrüsst in deinem Hervorgehn, Tochter
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Blumig schwebst du einher, ähnlich dem
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Reine Jungfrau, wie röthet die Rose der holden
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Deine Wange! Wie bebt blöde dein schüch-
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Bebe nicht, meine Geliebte, und fliehe nicht,
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Fliehe nicht, Ida! Vor wem fliehst du?
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Tage hab' ich um dich verschmachtet mit rastlosem
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Nächte hab' ich um dich sinnend und seh-
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Hingeschlichen sind nun mit Schneckenträgheit die
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Und ich liesse dich schon? Ida, ich lasse
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Halten will ich dich, Bange, mit kühnumschlin-
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Drücken will ich dich fest an das verlan-
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Laben will ich sein heisses Verlangen mit labenden
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Letzen den lechzenden Durst, letzen mit
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Mit dem süssen berauschenden Weine des Habens
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Und Geniessens, bis mir schwinden das
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Ida, ich habe dich wieder. Ich hab', ich halte
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Fühle wieder der Hand lebenerschütternden
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Schaue wieder dein grosses blaues schmachtendes
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Gürte den schlanken Leib wieder mit brün-
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Fühle mich wieder von deines Odems Duften um-
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Wieder gehoben mein Haupt von der geho-
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Meine Ida, wie selig . . . wie träumend . . . wäh-
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nend und . . . selig! —
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Meine Ida, warum sträubest du wegernd
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Warum wendest du seitwärts dein Aug'? Und
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Meinem liebenden Arm? — Ida, liebst du
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Wehe, sie liebet mich nicht! Verlass mich, Mäd-
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Wenn du mich nicht liebst! Spotte des
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Dem du Liebe versprachst, und den du nicht lie-
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Falsche, wenn du es darfst, dass du mir
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Strafe Lügen dein Auge, die Hände Lügen, und
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Jeden ertappten Blick, jeden gestammelten
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Jedes Flammenberühren der Wangen und Herzen,
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Jedes Suchen und Scheun, jegliches Fliehen
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Straf' es Lügen, vermagst du es, Falsche, und
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Nicht so heuchlerisch weg, decke den
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Nicht so scheu mit den Händen — Mein Herz ist
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Offen, wenn du es darfst, schaue den
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Weg mit der deckenden Hand von dem täuschenden
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Meine Ida, du weinst? Ewige Liebe, du
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Warum weinest du, Theure, und warum hebst du
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Deinen strömenden Blick, warum die rin-
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So herzrührend gen Himmel? — Im Himmel ist Scho-
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Schwellet der Himmlischen Brust — Ida,
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O, vergib der gequälten, der quälenden Liebe! —
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Wonne! dass du mich liebst! Dieses ent-
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Dieses Stammeln, und dieses Schweigen, und dieses
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Dieser flehende Blick, dieses Hinsinken
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Dieses Hinsterben an meinem Herzen betheuern mir,
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Heiligen ewigen Schwur, dass die Geliebte
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Süsses Entsetzen, wie fass' ich, wie trag' ich dich,
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Paradiesische Qual, folternder Seligkeit
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Ida, Ida, dem Trunknen entschwinden die Erd'
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Rauschenden Wogen gleich, rieseln die Sinne
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Unter geh' ich im uferlosen Alle der Liebe;
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Und des Sinkenden Haupt decket die schla-