Die Feme

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Hermann von Lingg: Die Feme (1862)

1
Zum drittenmal schnitt ich den Span
2
Aus deinem Tor; es kräht der Hahn
3
Bei meinem Werk zum drittenmal
4
Und dreimal blinkt' im Morgenstrahl
5
Des Rächers Stahl.

6
Steh auf, steh auf von Becher, Spiel und Tanz,
7
Wirf weg dein Schwert, nimm den Rosenkranz;
8
Wirf weg den Panzer, er schützt dich nicht;
9
Dich fordert vor Gericht
10
Die Feme, die Feme!

11
Und wärst du auch des Kaisers Sohn,
12
Nicht Fürstenhut, nicht Grasenkron',
13
Nicht Inful schützet dich, noch Stab.
14
Ich sag' dich ächtig und sag' dich ab,
15
Auf ist das Grab!

16
Mit gichtischem Mund, mit zuckendem Blick
17
Verfällt dein ächtig Haupt dem Strick.
18
Dem Feinde vergeb' ich dein Kind, dein Weib,
19
Den Vögeln deinen Leib –
20
Gott gnade deiner Seele!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Hermann Lingg
(18201905)

* 22.01.1820 in Lindau, † 18.06.1905 in München

männlich, geb. Lingg

deutscher Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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