Lied der Städte

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Hermann von Lingg: Lied der Städte (1862)

1
Ihr Bürger, auf von nah und fern,
2
Schwingt gleich den Männern von Luzern
3
Den Morgenstern,
4
Laßt wallen die Paniere,
5
Laßt fallen die Visiere,
6
Auf gegen die Herrn!

7
Zum Galgen und aufs Hochgericht,
8
Wer unsers Kaisers Frieden bricht!
9
Wir ruhen nicht,
10
Als bis dem letzten Ritter
11
Sein Wappenschild in Splitter,
12
Bis jede Kette bricht.

13
Seht hin, wo jener Turm gebaut,
14
Wo jene finstre Mauer graut,
15
Dort klagte laut,
16
Dort rang die wunden Hände
17
Um taube Kerkerwände
18
Des freien Bürgers Braut.

19
Dort lag dein Vater, lag dein Ahn,
20
Dein Hab und Gut ging jene Bahn,
21
Der rote Hahn
22
Bedrohte selbst dein Erbe!
23
Sein ganzes Haus verderbe,
24
Der uns dies angetan.

25
Was Felseneck, was Hohenrain,
26
Was Geierhorst und Drachenstein!
27
Schlagt drein, schlagt drein!
28
Schlagt Zugbrück ein und Pfosten,
29
Die Sporen müssen rosten,
30
Und frei die Städte sein.

31
Zerstört das Raubnest bis zum Stumpf
32
Und rufet eher nicht Triumph,
33
Als bis vom Rumpf
34
Die Räuberschädel fallen,
35
Bis in den öden Hallen
36
Von ihrem Blut ein Sumpf.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Hermann Lingg
(18201905)

* 22.01.1820 in Lindau, † 18.06.1905 in München

männlich, geb. Lingg

deutscher Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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