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Vom Westen ziehen schwarze Wolken auf,
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Doch hier ist lauter Lust und Leben, aber
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Wie seltsam! Diese Herrn und schönen Frau'n,
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Sie tun so fremd, so eckig und behutsam,
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Als wär' für sie hier alles ungewohnt!
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Die Frauen tragen Perlen nur als Schmuck,
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Als Kranz in ihren Locken und am Saum
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Der fließenden Gewänder. Längs der Tafel
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Sind Schalen aufgestellt aus Bernstein, Vasen,
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Worin, anstatt der Blumensträuße, rote
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Korallen prangen, starr und unbeweglich.
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Nur Muschelhörner sind die Trinkgefäße,
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Und statt von Kerzen ist der Saal erhellt
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Von einem eignen Leuchten, ähnlich dem,
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Wie diamanthell sprüht das Tropenmeer.
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Man neigt sich und verbeugt sich, spricht von dem
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Und jenem, von den Männern, die im Seesturm
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Und die im fernen Kriegszug umgekommen.
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Dort flüstert man vertraut und zärtlich, dort
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Geheimnisvoll und wichtig; Viele sehen
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Sich kalt und feindlich an, und Andre suchen
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Verstohlen sich mit Blicken. Endlich stellt man
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Zum Tanz sich auf. – Sie kommen! hört man flüstern,
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Denn eine Hochzeit ist das Fest. Die Gatten
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Erscheinen unter rauschender Musik;
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Sie sehn sehr vornehm aus und ach, so freudlos,
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So blühend und so kalt, so schön und so
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Dämonisch; Keines ist geliebt vom Andern.
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Die schöne Braut verbirgt in ihrem Schleier
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Mit Mühe nur die Tränen, bleich vor Angst.
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Ihr Gatte sieht es, finster wird sein Blick,
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Denn alles kann er sehn, nur keine Tränen.
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In Falten zieht er drohend seine Stirne,
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Er streift vom Finger ihr den goldnen Reif,
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Und zornig stampft er mit dem Fuß, das Zeichen
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Zum Aufbruch. Alle schrecken auf, ein Blitz
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Durchfährt den Saal, ein Donnerschlag, und plötzlich
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Dringt überall die Flut herein, es werfen
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Die Ritter Hut und Mantel ab, die Maske
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Entfällt von blutlos grinsenden Gesichtern,
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Und mit den Frauen, die verzweiflungsvoll
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Die Arme ringen, sinken sie hinunter,
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Lautlos hinunter in die Tiefe. Siehe!
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Da gleitet durch die Wellen her und stößt
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Ein Fahrzeug an die Pforte, ein Gespann
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Befloßter Pferde, stolz und drachenartig
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Die Schweife ringelnd, Ungetüme tauchen
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Zugleich empor, geschuppte Halbgestalten
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Mit bärtigem Gesicht, und reichen sich
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Die Hand zum Reigen um den Muschelwagen.
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Doch jene Beiden, die Vermählten, schau'n
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Mit tödlich kaltem Hasse sich einander
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Versteinernd an, als könnten sie nicht satt
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Des Widerwillens werden ihrer eignen
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Treulosen, falschen Seelen, und allmählich
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Mit allem um sie her verwandelt sind sie
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Und ihr Gefolge bald nebst Roß und Wagen
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Die Marmorbilder am Portal des alten
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Die Dämmrung an, vorüberrudernd singt
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Sein Lied ein Barkenführer ...