Attilas Schwert

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Hermann von Lingg: Attilas Schwert (1862)

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Unterm Eichbaum auf der Heide
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Liegt ein Riesenschwert uralt;
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Oft in seiner dunklen Scheide
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Zuckt es durch den Felsenspalt.

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Heimlich warten Gnom und Elfe
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Wachsam bei dem großen Schatz,
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Aber Eber nur und Wölfe
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Wissen den gefeiten Platz.

9
Endlich finden's Hunnenkrieger,
10
Attila empfängt den Hort,
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Und er ruft: »Als Weltbesieger
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Grüßt mich hier ein Götterwort.«

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Spricht's und schwingt das Schwert der Ahnen
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Wie zum Wurf nach West empor;
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Allen Hunnen und Alanen
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Schien es wie ein Meteor.

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Hoher Widerschein am Himmel
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Dehnt sich wie Kometenglanz;
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Durch die Luft ein Schlachtgetümmel
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Hört der Kaiser in Byzanz.

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Hört's und ruft den Astrologen,
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Der ihm nun, wie alles schweigt,
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Auf des Bospors dunklen Wogen
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Schwanke blasse Sterne zeigt:

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»kaiser, Gott und Götter schlafen,
26
Deine großen Feinde nahn;
27
Mische Gift und opfre Sklaven,
28
Taten hast du nie getan!«

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Hermann Lingg
(18201905)

* 22.01.1820 in Lindau, † 18.06.1905 in München

männlich, geb. Lingg

deutscher Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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