Bajä

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Hermann von Lingg: Bajä (1862)

1
Mit Purpursegeln fliegt nach der Küste zu
2
Ein reizend Prachtschiff. Ist es ein Geisterboot
3
Aus einer alten Heideninsel,
4
Eine der goldenen Gondeln Nero's?

5
Nach seiner marmorstrahlenden Villa fährt
6
Der Herrscher Roms und kost der Geliebten Haupt
7
Und flüstert zärtlich: Nimm die Lyra,
8
Rühre die Saiten, geliebte Cypris!

9
Horch, voll die Lyra klang, und es sang das Kind:
10
Als jene Glutnacht wütend um Rom sich schlang,
11
Da warf das Feuer vor dich nieder
12
Einen verbrennenden Zweig vom Lorbeer.

13
Ich sah auf dich, Herr! Ruhig erhobst du dich,
14
Schlugst deine weltmüd-trunkenen Augen auf,
15
Und lächelnd sprachest du die Worte:
16
»ilions Flammen verdunkelt

17
So möcht' auch ich von liebender Glut verzehrt
18
Zu deinen Füßen sterben und sterbend noch
19
Dich küssen! Siehe, deine Sklavin
20
Bietet dir Persephoneia's Äpfel. –

21
Die schöne Nymphe sang es, und Nero sprach:
22
Wenn einst hereinbricht meine Verhängnisnacht,
23
Erhebe dich zuerst und stürze
24
Über die Scheiter mir nach zum Orcus!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Hermann Lingg
(18201905)

* 22.01.1820 in Lindau, † 18.06.1905 in München

männlich, geb. Lingg

deutscher Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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