Tritt mir entgegen nicht, soll ich zu Stein nicht starren

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Heinrich von Kleist: Tritt mir entgegen nicht, soll ich zu Stein nicht starren Titel entspricht 1. Vers(1809)

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Tritt mir entgegen nicht, soll ich zu Stein nicht starren,
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Auf Märkten, oder sonst, wo Menschen atmend gehn,
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Dich will ich nur am Styx, bei marmorweißen Scharen,
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Leonidas, Armin und Tell, den Geistern, sehn.

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Du Held, der, gleich dem Fels, das Haupt erhöht zur Sonnen,
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Den Fuß versenkt in Nacht, des Stromes Wut gewehrt,
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Der stinkend wie die Pest, der Hölle wie entronnen,
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Den Bau sechs festlicher Jahrtausende zerstört!

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Dir ließ ich, heiß wie Glut, ein Lied zum Himmel dringen,
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Erhabner, hättest du Geringeres getan.
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Doch was der Ebro sah, kann keine Leier singen,
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Und in dem Tempel still, häng ich sie wieder an.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Heinrich von Kleist
(17771811)

* 18.10.1777 in Frankfurt (Oder), † 21.11.1811 in Kleiner Wannsee

männlich, geb. von Kleist

Suizid | Schusswunde

deutscher Dramatiker, Erzähler, Lyriker und Publizist

(Aus: Wikidata.org)

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