Ein blühend Kind, von Grazien und Scherzen

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Friedrich Schiller: Ein blühend Kind, von Grazien und Scherzen Titel entspricht 1. Vers(1788)

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Ein blühend Kind, von Grazien und Scherzen
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Umhüpft – so, Lotte, spielt um dich die Welt,
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Doch so, wie sie sich malt in deinem Herzen,
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In deiner Seele schönen Spiegel fällt,
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So ist sie doch nicht. Die Eroberungen,
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Die jeder deiner Blicke siegreich zählt,
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Die deine sanfte Seele dir erzwungen,
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Die Statuen, die – dein Gefühl beseelt,
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Die Herzen, die dein eignes dir errungen,
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Die Wunder, die du selbst getan,
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Die Reize, die dein Dasein ihm gegeben,
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Die rechnest du für Schätze diesem Leben,
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Für Tugenden uns Erdenbürgern an.
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Dem holden Zauber nie entweihter Jugend,
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Der Engelgüte mächtgem Talisman,
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Der Majestät der Unschuld und der Tugend,
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Den will ich sehn – der diesen trotzen kann.
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Froh taumelst du im süßen Überzählen
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Der Glücklichen, die du gemacht, der Seelen,
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Die du gewonnen hast, dahin.
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Sei glücklich in dem lieblichen Betruge,
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Nie stürze von des Traumes stolzem Fluge
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Ein trauriges Erwachen dich herab.
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Den Blumen gleich, die deine Beete schmücken,
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So pflanze sie – nur den entfernten Blicken,
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Betrachte sie! – doch pflücke sie nicht ab!
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Geschaffen, nur die Augen zu vergnügen,
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Welk werden sie zu deinen Füßen liegen.
29
Je näher dir – je näher ihrem Grab!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Schiller
(17591805)

* 10.11.1759 in Marbach am Neckar, † 09.05.1805 in Weimar

männlich, geb. Schiller

natürliche Todesursache | Tuberkulose

deutscher Dichter, Philosoph und Historiker

(Aus: Wikidata.org)

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