Blick' ich dich an, du Hohe, Schlanke

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Ferdinand von Saar: Blick' ich dich an, du Hohe, Schlanke Titel entspricht 1. Vers(1869)

1
Blick' ich dich an, du Hohe, Schlanke,
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So weiß ich nicht, wie mir geschieht;
3
Schon lang umkreis't dich mein Gedanke,
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Der immer wieder scheu entflieht.

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Noch hab' ich dich nicht ganz empfunden,
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Noch hab' ich dich nicht ganz erkannt;
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Noch nicht den rechten Ton gefunden,
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Der dich in meine Lieder bannt.

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Von Mädchenwünschen hold umwoben,
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Scheinst du oft träum'risch, wandelbar –
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Dann wieder, stolz das Haupt erhoben,
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So selbstbewußt, so kühl und klar.

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Giebt's eine Liebe, dich zu lieben –
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Und die auch
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Wohl Mancher ist dir fern geblieben,
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Von solchem Zweifel leis' erschreckt.

17
Oft ist es mir, als sollt' ich nahen,
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Als sollt' ich fassen deine Hand,
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Den zarten Leib dir sanft umfahen
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Und küssen deiner Lippe Rand.

21
Doch folg' ich nicht dem Drang der Gluthen,
22
Der scheu aus meinem Innern bricht –
23
Und möchte nichts, als stumm verbluten
24
Vor deinem hellen Angesicht.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Ferdinand von Saar
(18331906)

* 30.09.1833 in Wien, † 24.07.1906 in Döbling

männlich

Suizid | Schusswunde

österreichischer Schriftsteller, Dramatiker und Lyriker

(Aus: Wikidata.org)

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