Du fragst, warum ich still und ohne Grollen

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Ferdinand von Saar: Du fragst, warum ich still und ohne Grollen Titel entspricht 1. Vers(1869)

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Du fragst, warum ich still und ohne Grollen
2
Mich schmähen lasse, statt in Wort und Liedern
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Auf Dies und Jenes strafend zu erwidern
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Und zu entlarven, die mir übel wollen.

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Befrag' mich nicht! Des Lebens Stunden rollen,
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Und wer da kämpfen wollte mit dem Nieder'n
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Und endlich gar sein Wesen noch zergliedern:
8
Der dürfte nie dem dunklen Fährmann zollen.

9
Die Faust ist längst verpönt in uns'ren Tagen,
10
D'rum kannst du deine Stärke nur bezeigen
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Im stolzen Übersehen und Ertragen.

12
Es braus't zu laut umher der tolle Reigen;
13
Ein Thor mag immerhin die Lunge wagen –
14
Ich habe längst, mein Freund, gelernt zu schweigen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Ferdinand von Saar
(18331906)

* 30.09.1833 in Wien, † 24.07.1906 in Döbling

männlich

Suizid | Schusswunde

österreichischer Schriftsteller, Dramatiker und Lyriker

(Aus: Wikidata.org)

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