Hundert der Schönen im Saal' gehn meinen Blicken vorüber

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Leopold Friedrich Günther von Goeckingk: Hundert der Schönen im Saal' gehn meinen Blicken vorüber Titel entspricht 1. Vers(1788)

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Hundert der Schönen im Saal' gehn meinen Blicken vorüber,
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Lilla's schlanken Wuchs glaub' ich hier wieder zu sehn,
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Lilla's dunkeles Haar, von selbst in Locken sich kräuselnd,
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Fällt bei dieser und der wallend den Nacken herab;
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Jene schreitet gerade so leicht, so edel als Lilla,
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Aehnlich den Grazien, her, reitzend gekleidet wie sie;
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Und bei dieser verspricht das sanfte Auge dem Herzen
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Hülfe, das ihrer bedarf, lindernde Thränen und Trost;
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Und dem Geiste verspricht's durch neckende Scherze, wie Lilla,
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In das Pfänderspiel grämelnde Greise zu ziehn.

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Aber ach! Schade fürwahr um diese schlanke Gestalten,
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Um das lockige Haar, Schad' um den Graziengang,
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Um das weiße Gewand, mit Blumenschnuren durchflochten,
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Um das Auge, das viel – wenig nur haltend – verspricht!
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Unter dem Hundert gleicht auch nicht eine einzige, Lilla.
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Sie, an Herzlichkeit eine Germanierin,
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Eine Gallierin an Witz und Feinheit im Scherzen,
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Eine Brittin dem Ernst' und der Bescheidenheit nach;
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Und den Glücklichen, der ihr Herz erobert, den wird sie
20
Feurig lieben, wie einst Donna Poretta geliebt.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Leopold Friedrich Günther von Goeckingk
(17481828)

* 13.07.1748 in Gröningen, † 18.02.1828 in Syców

männlich

deutscher Dichter des Rokokos und preußischer Beamter

(Aus: Wikidata.org)

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