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In alten Zeiten ritt ein Ritter,
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Hier kehrt' er in der goldnen Zitter
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Auf ein paar Stunden ein.
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Und gegenüber saß ein Mädchen,
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Schön, wie einst Galathee;
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Sie spann auf ihrem bunten Rädchen
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Flachs, weißer als der Schnee,
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Und sah nur immer auf ihr Fädchen,
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Und niemals in die Höh'.
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»herr Wirth! was ist das für ein Mädchen,
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Die in der Thür' da spinnt?« –
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Die dort? Es ist des Kirchners Käthchen,
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Und meiner Tochter Kind;
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Glaubt's Keiner, was mit ihrem Rädchen
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Das Ding für Geld gewinnt!
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»so?« sagte Conrad, »nun das heiß' ich
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Auch spinnen!« – ging hinaus
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Und hin zu ihr. »Ei! noch so fleißig?
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Du spinnst ja wie ein Daus!« –
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Man muß wohl; denn ein Schock'er dreißig
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Zupft man nicht gleich heraus! –
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»hm!« fiel ihr jener in die Rede,
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»wenn dir's an Geld gebricht« –
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I! das nicht! doch für eine jede
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Ist dieser Flachs nur nicht!
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Und röther ward, als sie dieß blöde
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Herlispelt', ihr Gesicht.
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Dieß hört' ihr Vater auf der Diele
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Doch, dacht' er, es ist Zeit, ich spiele
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Nur bald den dritten Mann;
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Denn schlimmer Ritter gibt es viele,
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Und Käthchen wächst heran.
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Der Herr wird nach dem Flachs wohl fragen?
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Sprach unser Kirchner; zwar
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Klingt das, was ich davon kann sagen,
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Wohl freilich wunderbar,
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Doch soll der Kirchthurm mich erschlagen,
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Ist nur ein Wort nicht wahr!
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Beim heil'gen Stephan! In ganz Sachsen,
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Ja! in ganz Deutschland wohl,
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Muß solcher Flachs, wie der, nicht wachsen!
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Wer's anders red't, (hier schwoll
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Sein Kinn ihm) den will ich beflachsen,
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Daß er dran denken soll!
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Er wächst sonst nirgend, als zur Seite
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Der Kirche hier; ja, ja!
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Was liegen auch für fromme Leute,
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Nur Weiber, die den Kranz als Bräute
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Dem Flachs, vom Grabe dieser Frommen,
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Ist drum davon auch hergenommen)
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Darf keine, die zum Schein'
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Nur Jungfer ist, zu nahe kommen,
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Sonst muß sie Zeter schrein.
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Drum wird im Dorfe manches Mädchen,
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Die nur ihn sieht, schon bleich;
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Denn rührt Eins von dem Flachs ein Fädchen
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Nur an, so brennt es gleich
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Wie Feuer; aber hier mein Käthchen
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Spinnt sich daran noch reich.
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Kauf' ich das beste Pferd.
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Ihr denkt wohl: Ist der Kerl bei Sinnen?
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Allein die Stieg' ist's werth;
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Denn es ist eine Kraft darinnen –
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Wie Feuer und wie Schwert!
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Zieht eine Braut am Hochzeittage
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Und ist nicht Jungfer: Höllenplage
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Fühlt sie am Leibe dann,
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Und jeder Floh im Ehrgelage
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Setzt an die Braut sich an.
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Doch – Käthchen! daß dich Gott bewahre! –
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Ist sie noch, wie ein Lamm,
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Voll Unschuld an dem Traualtare,
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Sie treu bis an die Todtenbahre,
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Und jeder Floh ihr gram. –
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»he da!« rief Conrad einer Dirne
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Hielt er ein Goldstück; »Komm! und zwirne
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Drei Faden Garn hievor!« –
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Das Mädchen runzelte die Stirne,
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Und hatt' ein taubes Ohr.
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Doch Conrad hin, und zog's herüber
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Des Mädchens Hand, und wischte drüber
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Mit Flachs her; – wundersam! –
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Da schrie die Dirne, daß man's über
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Zehn Häuser weg vernahm.
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»nein, Mann! ihr sagtet keine Lüge!
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Laßt von den Linnen mir
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Für Geld nur eine halbe Stiege.« –
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Und fort trug Conrad, schier
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So froh, sie, als nach einem Siege
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Den Dank aus dem Turnier.
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»ach Ursel! wenn ich dich nur hätte,«
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»dich Preis der Fräulein! deren Kette
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Schon lang ich trug mit Pein!
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Dich, ohne Floh, in meinem Bette –
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Wie glücklich würd' ich seyn!«
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Und sie erhört' ihn. Endlich rückte
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Der Hochzeittag heran,
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An dem er früh das Hemd' ihr schickte,
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Das Käthchen für sie spann.
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Drauf kam der Ritter selbst, und blickte
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Doch grad und schlank, wie eine Lanze,
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Voll Unschuld wie ein Kind,
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Stand sie in ihrem Myrtenkranze.
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Ach! aber, wie geschwind
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Verschwand der Nebel! denn beim Tanze
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Urplötzlich stand erblaßt der Ritter
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Als durch des Busenflores Gitter
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Ein andres Hemd' er sah.
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»ist das mein Hemde?« fragt' er bitter,
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»liebt ihr mich so? Ha ha!« –
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Ich zog es, schwör' ich hoch und theuer,
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Heut' an; im Augenblick'
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Brannt's aber auf der Haut wie Feuer. –
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»ei!« sprach, mit Wuth im Blick',
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Der Ritter, »welch' ein Abenteuer!
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So gebt mir's nur zurück!«
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Sie ging und bracht' es ihm; mit Zittern
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Nahm Conrad ihr es ab,
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Und riß den Kranz von Myrt' und Flittern
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Von ihrem Haupt' herab,
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Und rief: »Laß hier nicht lang dich wittern,
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Sonst findest du dein Grab!«
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Kaum hatt' er dieß gesagt, und streckte
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Die Hand zum Schwerte schon,
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So war sie, die sein Grimm erschreckte,
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Aus dem Gemach' entflohn.
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Ach aber! ihre Schuld entdeckte
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Bald drauf ein junger Sohn.
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Und Conrad wagt die große Wage
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Beherzt zum zweitenmal,
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Doch glücklicher war, nach der Sage
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Der Chronik, seine Wahl;
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Die Braut trug an dem Hochzeittage
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Das Hemd' ohn' alle Qual.
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Sie trieb die Flöhe, wie wir lesen,
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Die Witzling' und die Narrn zu
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In Herden vor sich her;
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Ist von zwölf Kindern zwar genesen,
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Doch Vater war nur Er.
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»ach!« seufzt' er diesen zu, beim Scheiden,
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»reibt euch damit! – Ihr kennt
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Dieß Hemde doch? – wenn ihr den Leiden
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Des Vaters, Lindrung gönnt!« –
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Die Fräulein rieben sich mit Freuden,
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Und keine schrie: Es brennt!
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»ich dank' euch, Töchter! Jede schütze
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Sich ferner, wie zuvor!« –
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Drauf küßt' er sie, zog seine Mütze
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Und fuhr zu Gottes Wolkensitze
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Als freier Geist empor.
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Das Hemde kam in unsern Tagen
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Sie, die als Braut es auch getragen,
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Doch nicht mit Ursels Pein,
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Legt' dieses Kleinod in den Wagen,
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Auf Reisen, selbst mit ein.
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Allein, wer ist, der auf der Reise
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Noch nichts vergessen hat?
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So blieb auch sonderbarer Weise
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Doch spott' er nur sich satt!
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Zur Ehre meiner Landsmänninen
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Sey laut es hiermit kund:
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Daß drei von ihnen, mit dem Linnen
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Die Hände fast sich wund
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Gerieben; sind indeß von innen
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Und außen noch gesund.