Mit Zuziehung der Ständ' etwas belieben

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Leopold Friedrich Günther von Goeckingk: Mit Zuziehung der Ständ' etwas belieben Titel entspricht 1. Vers(1788)

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Mit Zuziehung der Ständ' etwas belieben,
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Ist sonst wohl nicht der Herrn Monarchen Art,
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Doch in des Löwen Staate ward
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Vor kurzem erst ein Landtag ausgeschrieben.
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Die Thiere standen wartend da.
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Der Löwe kam. Nehmt Platz, bitt' ich, ihr Herrn!
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Sprach der Monarch. Allein der eine sah
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Den andern an, und keiner wollte gern
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Den Anfang machen; denn die Grade
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Von Rang, die unter uns ein jeder Dummkopf weiß,
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Ließ der Monarch, vielleicht mit Fleiß,
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Ganz unbestimmt. Daher verbat ein jeder sich die Gnade
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Zu sitzen, wo der Löwe saß.
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Dem aber wurde nach gerade
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Die Zeit zu lang. »Ihr Herren, treibt ihr Spaß?
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Bei meinem Barte! wären wir
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Auch nur beisammen, um zu schmausen,
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So sollt' uns doch kein kluges Thier
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Die Zeit durch solche Possen mausen.
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Herr Esel!« – (denn auch Esel sind,
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Wenn ihr's nicht wißt, zuweilen Landesstände;)
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»herr Esel! Setz' er sich geschwind
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Hier neben mich! Und damit Lied am Ende.«
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Welch Wesen da der Esel an sich nahm,
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Das könnt ihr leicht von selbst erachten.
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Die andern Thiere aber lachten;
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Und setzten sich in Zukunft wie es kam.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Leopold Friedrich Günther von Goeckingk
(17481828)

* 13.07.1748 in Gröningen, † 18.02.1828 in Syców

männlich

deutscher Dichter des Rokokos und preußischer Beamter

(Aus: Wikidata.org)

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