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Mich des Wonnemondes freute;
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Jedem Rheinschiff' das Geleite
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Mit den Augen gab am Strand',
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Bis in dunkelblauer Weite
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Mast und Wimpel uns verschwand;
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Ihm mein Herz entgegen hüpfte,
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Wie Petrarch und Laura knüpfte;
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Als ich weinend vor dem blinden,
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Als in seinen Veilchengründen
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Als so rasch am Krückenstabe
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Und mein Herz, als kleine Gabe
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Auf der Pilgrimschaft zum Grabe,
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Nah am Ziel', noch mit sich nahm;
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Als mit mir bei Mondenscheine
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In dem blühnden Lindenhaine
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Ich am Fall' des Rheins, von Schaume
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Naßgesprützt, ihm wie im Traume,
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Staunend an dem Arme hing:
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Ach! da war mir wohl! Noch besser,
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(seufzt' ich dann für mich allein,)
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Als am lieblichsten Gewässer,
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Wird am Zorgafluß' dir seyn,
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Auf dem Steckenpferde springt,
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Und dir alle sein Vermögen –
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Seine bunte Trommel – bringt;
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Um mein Knie die Arme schlägt,
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Hererzählet seine Thaten
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Und Vocabeln, und mich frägt:
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Bleibst nun bei uns über Nacht?
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Hast nicht bleyerne Soldaten
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Aber ach! mit bleichen Wangen,
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Und in traurendem Gewand',
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Kam die Mutter, an der Hand
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Unsern Fritz, dahergegangen.
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Beide schwiegen; ich verstand
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Dieses fürchterliche Schweigen. –
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Schönes Veilchen, mußtest du
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Schon so früh der Erde zu
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Deinen Kelch mit Balsam, neigen?
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Wein' dich aus, du volles Herz!
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Thränen kannst du nur vergeuden.
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Meiner Liebe lange Leiden,
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Meiner Augen Folterschmerz,
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Konnt' ich mir versingen. Doch
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Meine Lipp' ist itzt verstummet!
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Denn vor meinem Ohre summet
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Hätt' ich deinen Ruf gehört:
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Ach mein Sohn! aus fernem Lande
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Wär' ich schnell zurückgekehrt.
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Doch wozu? Um dich im Sande
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Zu verscharren? O mein Sohn!
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Trankest du den süßen Mohn
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Aus des Todes Becher schon,
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Eh' ich selbst ihn kosten durfte?
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Wär' es möglich: Gott! ich schlurfte
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Rein, für dich, noch itzt ihn aus,
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Hülfe dir aus deinem Grabe
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Wieder an das Licht heraus!
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Denn seit ich nicht dich mehr habe,
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Losch die Freud' ihr Lämpchen aus.
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Deine Mutter sitzt versteint,
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Auf dem Schooß' dein Schifferhütchen,
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Hört von Fritz dein Wiegenliedchen,
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Blickt auf deinen Hut, und weint.
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Trösten soll ich sie? besiegt
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Wörterschwall, den Schmerz um deinen
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Tod? – Wir wollen beide weinen,
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Bis der Thränen Quell versiegt.
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Wer uns liebet, o! der weine
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Mit uns! Wer ihn hat gekannt,
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Weint von selbst um ihn, dem keine
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Mutter, jemals leer die Hand
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Reichte, ach! um ihn, der seine
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Schmerzen, wie ein Mann bestand!
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Wär' er einstens auf dem langen
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Rauhen Pfad', ins Heiligthum
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Hoher Weisheit, eingegangen:
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Aller seiner Ahnen Ruhm
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Hätt' er sicher überschattet,
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Und den meinigen ergänzt,
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Ja! am Ziel' hätt' ich ermattet
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Ihn vielleicht noch selbst bekränzt.