Falle nieder, Nantchen! falle nieder!

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Leopold Friedrich Günther von Goeckingk: Falle nieder, Nantchen! falle nieder! Titel entspricht 1. Vers(1788)

1
Falle nieder, Nantchen! falle nieder!
2
Deine Thränen, werden Freudenlieder,
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Deine Seufzer, Dankgebete seyn!
4
Siehe, Mädchen! sieh! du hast mich wieder!
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Denn ich bleibe hier, und bleibe dein!
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Statt, getrennt, des Nachts, in öder Ferne,
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Aus dem Fenster, Himmel, Mond und Sterne
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Mit bethränten Blicken anzusehn,
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Soll dein Hauch das Licht der Blendlaterne,
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Wenn ich gehen will, wie sonst verwehn.
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Sollst sie wieder in das Gras verstecken,
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Und dann flüstern: Schlaf'! ich will dich wecken,
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Wenn der Hahn zum zweiten male kräht!
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Sollst mich wieder mit dem Halstuch' decken,
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Wenn der Wind mir in die Augen weht.
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Sagt' ich nicht beim Abschied': Wenn ich bliebe,
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Machte deine Freundschaft alles trübe,
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Doch, getrennt, sey sie ein Strahl des Lichts?
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Und nun bleib' ich. Liebe denn, ach! Liebe!
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Keine Freundschaft! alles oder nichts!
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O drum eile, liebstes Mädchen! Schone
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Meiner Sehnsucht! Siehe nur, ich wohne
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Ganze Meilen von dir, so allein!
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Winde denn von Myrthen deine Krone,
25
Und auf ewig, ewig bist du mein!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Leopold Friedrich Günther von Goeckingk
(17481828)

* 13.07.1748 in Gröningen, † 18.02.1828 in Syców

männlich

deutscher Dichter des Rokokos und preußischer Beamter

(Aus: Wikidata.org)

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